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Eine sehr häufige und absolut berechtigte Frage. Oft steckt die Sorge dahinter, dass die neue Maschine mit Funktionen überladen ist, die man gar nicht benötigt oder bisher nie vermisst hat. Wenn Sie eine gute, bedarfsorientierte Beratung in Anspruch nehmen – so wie Sie sie bei uns finden –, müssen Sie diese Sorge jedoch nicht haben. Dennoch ist ein wichtiger technischer Hintergrund für das Verständnis hilfreich: Nahezu alle hochwertigen Markenmaschinen sind heute als „Allrounder“ konzipiert. Das bedeutet, sie decken die Bedürfnisse einer möglichst breiten Anwendergruppe ab. Gäbe es für jeden speziellen Wunsch ein eigenes Modell, wäre die Auswahl um das Zehnfache größer und für Sie als Kunden völlig unüberschaubar. Die klassische Maschine, die lediglich geradeaus näht, Zick-Zack beherrscht und ein Knopfloch macht, ist technisch seit über 30 Jahren kaum noch am Markt zu finden. Warum? Weil sie den Anforderungen des modernen Nähens nicht mehr gerecht werden würde. Die heutigen Maschinen sind so konstruiert, dass sie flexibel einsetzbar sind. Zwar besitzt jede Maschine Funktionen, die vielleicht nicht jeder Anwender in gleichem Maße ausreizt, aber unsere Erfahrung zeigt: Etwa 80 % der Möglichkeiten einer modernen Maschine werden von unseren Kunden im Alltag tatsächlich genutzt. Unser Tipp für alle, die es puristisch mögen: Wenn Sie sich ganz bewusst gegen „Schnick-Schnack“ entscheiden und Wert auf eine rein mechanische, robuste Bedienung legen, empfehlen wir Ihnen die Bernette 33. Sie ist das ideale Beispiel für eine Maschine, die sich auf das Wesentliche konzentriert, ohne dabei auf moderne Zuverlässigkeit und ein sauberes Stichbild zu verzichten. Lassen Sie sich nicht von der Funktionsvielfalt abschrecken. Entscheidend ist, dass die Maschine das, was Sie täglich brauchen, absolut perfekt und zuverlässig beherrscht.
Wenn man es wirklich nur auf das Bedienen herunterbrechen würde, dann wären es die sogenannten „Kleinen“ elektronisch gesteuerten Maschinen. Also wie z.B. die ELNA eXperience 530, die PFAFF smarter 260c, die BERNINA bernette 37, die brother Innov-is 10A oder die Juki HZL-H70. Allesamt Maschinen die eines vereint: Sie alle haben eine Nadel-Hoch-Tief Stellung und ein Vernähen der Stiche. Gerade für Anfänger einfach sehr vorteilhafte Grundeigenschaften, die das Nähen mehr Spaß machen lassen. Wenn eine Maschine natürlich noch zusätzliche Eigenschaften aufweisen kann, die je nach Anforderungen benötigt oder gesucht werden, dann hat diese natürlich auch mehr Bedienungselemente. Die in der Art der Bedienung zwar auch nicht komplizierter sind – aber eben mehr in der Optik auftreten. Und so den Eindruck vermitteln, sie sind komplizierter. Das muss aber jeder für sich entscheiden.
In dieser Frage schwingt ein verbreitetes Vorurteil mit. Oft wird dabei das Auto als Vergleich herangezogen – nach dem Motto: „Früher war alles einfacher, heute braucht man für alles eine spezialisierte Werkstatt.“ Dieses Vorurteil können wir jedoch gänzlich entkräften: Ein klares Nein! Schaut man sich leistungsfähige Nähmaschinen aus den 70er-Jahren an, wird man staunen, wie viele kleine Rädchen, Wellen, Scheiben, Schablonen, Walzen, Hebel und Gelenke in einer guten Marken-Nähmaschine verbaut waren. Eigentlich steckte damals weit mehr Mechanik darin als heute. Und tatsächlich gab es bei diesen Modellen häufiger mechanischen Verschleiß. Wo heute ein oder zwei kleine Elektromotoren die präzisen Bewegungen der Nadel übernehmen, mussten das früher eine Vielzahl mechanischer Einzelteile leisten – allerdings weitaus weniger flexibel. Unsere eigene Werkstatt-Erfahrung bestätigt das: Wir haben weit weniger Reparaturen aufgrund elektronischer Probleme als vielmehr wegen mechanischer Aussetzer. Elektronisch gesteuerte Maschinen gibt es bereits seit den 80er-Jahren, und die allermeisten davon laufen nach wie vor absolut zuverlässig. Qualität definiert sich eben nicht über „weniger Technik“, sondern über die Langlebigkeit der verbauten Komponenten.
Keine ! Kurz und bündig. Aber warum ist das so ? Natürlich wäre eine solche Maschine wirklich traumhaft. Aber dazu muss man sich beide Arten von Maschinen einmal aus der Näh betrachten. Genau an der Stelle, wo eine Nähmaschine die Spule für den Unterfaden hat. Also die Spulenkapsel oder den Spulenkorb im sogenannten Greifer, hat eine Overlockmaschine einfach die komplette Mechanik, welche die Stoffe abschneidet, bevor diese in einem Arbeitsgang zusammengenäht und versäubert werden. Das ALLES in einem einzigen kleinen Raum unterzubringen. Und zwar wirklich so, daß es auch einwandfrei bei allen möglichen Stoffen und auch bei mehreren Stofflagen funktioniert. Das ist bislang noch keinem Hersteller gelungen und wird es auch nicht. Es gibt sogenannte Nähschneider, welche auf der Stichplatte montiert werden können. Aber hier muss man ganz ehrlich sagen, die funtionieren nur bei geraden Bahnen und maximal zwei Lagen dünnstem Baumwollstoff. Diese Geldausgabe kann man sich getrost sparen. Da gibt es sinnvolleres Spezialzubehör. Nein…. Wer immer mehr Freude am Nähen hat, wird, wenn es einmal um sauberste Kanten, um perfekte Optik, um haltbare Nähte geht…. Um eine Overlock ergänzend zur Nähmaschine nicht herumkommen.
Nur eine reine Geradstichmaschine ist dazu in der Lage. Weil die Spule/Spulenkapsel und der Greifer von links eingesetzt werden. Bzw. nach links blickend verbaut sind. Und die Nadelstange fest und starr im Gehäuse geführt wird. Und sich nicht um einen 1000stel Milimeter bewegen lässt. Normale Nähmaschinen mit vielen Sticharten, Knopfloch und event. Sticken, haben eine bewegliche Nadelstange. Die von links nach rechts wandert und wieder zurück. Und die Spule sitzt vorn. Dem Nähenden direkt zugewandt. Beides zusammen erzeugt leider eine gewisse Toleranz beim einstechen der Nadel. Je nachdem welchen Stoff man näht kann es passieren, daß die Nadel beim Einstechen einem Faden ausweicht. Das erzeugt dieses leichte schräg versetzte Nähen. Wenn Sie einen Stoff fadengerade verarbeiten wird dies besonders deutlich sein. Wenn Sie ihn schräg zum Fadenlauf nähen ist es viel weniger zu sehen. Auch je feiner der Stoff, desto weniger versetzt wird die Naht ausfallen. Aber es gibt keine Möglichkeit, das auf Null hinzubekommen. Aber je besser die Maschine gebaut ist, desto zuverlässiger ist der Stich auf jeden Fall.
Sicher hängt die Beschaffung einer guten Nähmaschine immer vom jeweiligen Budget ab. Wir haben wirklich für jeden Geldbeutel etwas in petto. Man kann durchaus bei Second-Hand-Maschinen genau das finden, wo es im Neubereich nicht reichen würde, ohne Kompromisse zu machen. Denn das ist genau die Antwort dabei. Es sollten wenn irgendmöglich keine Kompromisse gemacht werden. Die neue Nähmaschine muss den Bedürfnissen entsprechen . Voll und ganz. Wenn an nach dem durchschnittlichen Preis fragt, den derzeit unsere Kunden bereit sind auszugeben, so rechnet man mit ca. 1400 euro. Da befindet man sich aber auch in einem Bereich, der extrem langlebig ist. Und auf 20-30 Jahre umgerechnet sich auch behaupten darf. Eine Maschine der Massen vermarkter für 60.- bis 99.- euro hält bestenfalls 2-3 Jahre bevor der Zustand erreicht wird, wo sich eine Reparatur nicht lohnt. Die Einstiegspreislage für Neumaschinen guter Qualität liegt bei rund 500 – 600.- euro. Drunter würden wir es nicht wirklich wärmstens empfehlen.
Das ist eine Frage, die wir sehr oft hören – meist begleitet von einer gewissen Skepsis. Um es klar zu sagen: Ja, die Auswahl an rein mechanischen Maschinen ist heute deutlich kleiner als früher. Aber warum ist das so? Ganz einfach: Weil elektronische Maschinen in der Bedienung für die meisten Menschen deutlich einfacher und komfortabler sind. Wir alle umgeben uns im Alltag mit Technik, die uns das Leben erleichtert: Wer möchte heute noch ein Telefon mit Wählscheibe nutzen oder einen Schwarz-Weiß-Fernseher mit Drucktasten? Warum sollte es bei der Nähmaschine anders sein? Warum Fortschritt beim Nähen kein Grund zur Sorge ist: Bewährte Basis: Eine Nähmaschine ist und bleibt ein Werkzeug. Seit über 100 Jahren ist die Grundaufgabe dieselbe: zwei Fäden zu einem Stich zu verbinden. An diesem bewährten Prinzip hat sich nichts geändert. Einfachheit gewinnt: Die moderne Elektronik nimmt uns heute viele kleine Schritte ab, die früher manuell (und oft fehleranfällig) erledigt werden mussten. Gerade für Näheinsteiger und Anfänger machen elektronische Helfer das Nähen frustfreier und intuitiver. Langsames Entwicklungstempo: Im Vergleich zur Unterhaltungselektronik entwickeln sich Nähmaschinen sehr behutsam. Eine Maschine, die heute „elektronisch“ ist, ist kein kurzlebiges Gadget, sondern eine solide Investition für viele Jahre. Befürchtungen vor der neuen Technik sind also wirklich nicht angebracht. Elektronische Maschinen sind keine komplizierten Computer, sondern Nähmaschinen, die Ihnen durch ihre Technik einfach mehr Sicherheit und ein schöneres Stichbild bieten. Unser Tipp: Kommen Sie bei uns vorbei und probieren Sie den Unterschied einfach aus. Wir zeigen Ihnen gerne, wie sich eine moderne Maschine anfühlt – Sie werden überrascht sein, wie intuitiv sie ist!
Auch wenn man es sich vielleicht zunächst wünscht oder der Erinnerung an ein „made in Germany“ nachhängen mag. Leider gibt es seit Anfang des neuen Jahrhunderts keine Produktion mehr in Deutschland. Leider wird von bislang zwei Lieferanten der Anschein erweckt, es handele sich bei deren Produkte oder Marken um deutsche Qualitätsarbeit, was aber nach unserer Meinung reine Augenwischerei ist. Denn die eigentliche Herstellung findet außerhalb Deutschlands, zumeist in Süd-Ost-Asien statt. Mit Werken, die gegen Bezahlung arbeiten. Mit PFAFF hat als letztes deutsches Werk die Fertigung beendet.
Wir empfehlen hier sehr gerne verschiedene Kriterien zu beachten. Wenn es jemand zu seinem hobby gemacht hat oder bereits auf dem besten Weg dahin ist, dann sollte man von der Nähmaschine dabei nicht ausgebremst oder enttäuscht werden. Die Maschine muss einfach zu bedienen sein. Und schon als Erst-Maschine eine WIRKLICHE Robustheit mitbringen. Das bedeutet, daß man nicht den oftmals vollmundigen Beschreibungen und Versprechen der Hersteller Glauben schenkt, sondern sich durch fachliche Beratung Orientierung verschafft. Denn es gilt: „Billig gekauft ist oft doppelt teuer“. Man ist ja bereits kein Anfänger mehr. Und jetzt will man mit der richtigen Maschine durchstarten. Hier eignen sich Marken wie BERNINA, ELNA, JUKI, BROTHER und PFAFF. Sicher eine für die wir eine 10 Jahres -Garantie aussprechen, wie z.B. BERNINA oder ELNA.
Was sind die besseren Nähmaschinen ? Mechanische oder Elektronische ? Also da sind wir nun bei einer sehr grundlegenden Frage. Durch die elektronisch gesteuerten Eigenschaften, wie Nadel-hoch-tief-Stellung, Knopflochlängenmessung, Anheben des Füßchens und einige andere mehr, können Anfänger wie Erfahrene sich mehr auf das eigentliche Nähen konzentrieren. Das erzeugt viel mehr Erfolgserlebnisse. Und macht auch wesentlich mehr Spaß. Und das ist letztlich das Bessere – finden wir.
Nun am einfachsten gefragt, gäbe es die Antwort, „eine die Alles kann“ Spaß beiseite, die Beste Nähmaschine ist eine, die fehlerfrei funktioniert. Lange Jahre durchhält, im Falle eines Falles einfach instand zu setzen ist, die den besten Support hat. Eine Maschine , welche keine Mimose ist. Es gibt noch Marken und da noch Maschinen , die wir rückhaltlos empfehlen. Wenn Sie unser Marken-Ranking haben wollen, schreiben Sie uns eine Mail Und wir sagen Ihnen frank und frei unsere Erfahrungen und Empfehlungen.
Das sollte eine nicht zu schwere und nicht zu groß dimensionierte Maschine sein. Maschinen für Quilter und Patchworker sind hier eher nichts. Auch Näh-Stick-Kombinationen sind als wirklich allererste Maschine nicht die angesagte Wahl. Die erste Maschine soll zuverlässig sein. Kleine Bedienungs-Fehler verzeihen können. Einen kräftigen Motor haben. Wenn möglich vorher ausprobiert werden können. Oder wo nicht, durch excellente geduldige und bedarfsorientierte Beratung herausgefiltert. Und sie sollte – gerade für Anfänger wichtig- über eine Nadel – hoch-tief-Stellung verfügen. Die Geschwindigkeit sollte vorwählbar sein. Und die Oberfadenspannung leicht zu justieren. Die Bedienung über ein Display ohne große Programmiererei möglich sein. Gerne dürfen Sie uns nach speziellen Modellen fragen. Einfach eine Mail an info@naehwelt.de
Es gibt hier eine Antwort in zwei Richtungen. Das Sticken mit einer Nähmaschine kann per „frei Hand„ gemacht werden. Also indem man zur Anfertigung von Mustern nach vorgezeichneten Linien die Maschine bzw. die Nadel (natürlich bei versenktem Transporteur) hin und her und vor und zurück führt. So kann man, ein wenig Übung vorausgesetzt, kleine Flächen gut bearbeiten. Und auch Motive mit Kontur erzeugen. Nach einer Weile wird es auch möglich sein, Schriftzüge zu erstellen. Unter Zuhilfenahme des Zick-Zack-Stiches Wer es aber lieber der Maschine ganz überlassen will, kommt also über kurz oder lang zu einer Maschine, die eine zusätzliche Erweiterung in Form einer Stick-Einheit besitzt. Diese kann, je nach Hersteller, auch erst im Nachhinein erworben werden. Mittels der Stickeinheit, werden Stoffe, die in einen Rahmen gespannt oder fixiert wurden, auf den feinsten Bruchteil eines Millimeters genau geführt. Was man selbst natürlich nicht kann. Solche Stick-Einheiten ermöglichen es auf exakteste Weise vorgegebene Motive abzusticken. Gleichfalls natürlich auch Schriften.
Das ist sehr individuell. Sagen wir mal so: Der Wurm muss dem Fisch schmecken -und nicht dem Angler. Soll heißen: Vertrauen Sie auf Ihren Instinkt. Und gehen Sie einfach ein paar Fragen durch, die Sie selbst am Besten beantworten können: Ist die Größe in Ordnung, die Farbe okay, Macht sie saubere Stiche, ist der Händler vertrauenswürdig – hat man mit zugehört und nach meinen Bedürfnissen/Ansprüchen beraten ? Die Maschine , die eben die eigenen Bedürfnisse am besten befriedigt, passt auch am Besten zu einem. Patcher und Quilter brauchen großen Durchgangsraum – durchaus ohne Freiarm, Objekte-Näher stehen eher auf einen Freiarm und Dekorstiche, Nutz-Näher ( Kleidung!) sind an excellenten Knopflöchern und Nutzstichen interessiert. Stick-affine Näherinnen brauchen selbstredend eine Näh-Stick-Kombimaschine. Letzter sollte schnellstmöglich und einfach umstellbar sein. Dann …. Passt es auch !!
Als eines der wesentlichsten Merkmale würden wir sagen, daß die Nähmaschine ein Marken-Produkt ist. Daß also eine echte Fabrikation dahinter steht und nicht nur ein „Söldner“. Eine billig in Auftrag gegebene Herstellung. Unter solchen Marken verstehen wir Babylock, BERNINA, brother, ELNA, Juki, Janome. Auch PFAFF, SINGER und Husqvarna. Nur hier kann man sicher sein, daß die Ersatzteilversorgung im Sinne einer Langlebigkeit gegeben ist. Und man sollte grundsätzlich nicht, an anderer Stelle hatten wir das bereits, am unteren Ende sparen. Was heißen soll: Nicht die billigste Maschinen-Ausführung für dickste Materialien zu nehmen. Oder andersherum: Bitte nach einer guten intensiven Beratung, die Maschine zu wählen , wo die Bedürfnisse und Anforderungen am Besten gemeistert werden können. Dann hat man lange Freude an der Maschine und dem hobby.

Als das klassische Nähen entwickelt wurde, gab es kaum verschiedenes Material. Stoffe waren nur gewoben und entweder aus Wolle, Baumwolle, eventuell Flachs. Die Nadel hatte also in der Regel nur wenig Notwendigkeit, sich dem Material anzupassen. Bei Leder hat man mittels einer Ahle Löcher vorgebohrt. Heutzutage gibt es eine fast unüberschaubare Vielfalt an Material. Die Stoffe sind heute nicht nur Gewoben sondern gestrickt, gewirkt und in allen möglichen Materialien und Ausrüstungen vorhanden. Stoffe werden beschichtet, gemixt… Man näht Folie und Leder, Kork-Bahnen und Papier. Micro-Tex, Softshell, Slinky, Neopren, und vieles mehr…. Dadurch muss der Nadeln geholfen werden, ihren Weg durch das Material zu machen. Wenn man nicht von seiner Arbeit enttäuscht oder frustriert werden will, weil ständig Nadeln abbrechen oder es Stiche auslässt. Es gibt daher Nadeln die nicht nur dick und dünn sind. Sondern Nadeln , die eine scharfe geschliffene Spitze haben - für Leder oder Folie. In Klingenform wie ein Messer, oder in Dreiecks-Form. Die eine abgerundete Spitze – ja fast eine Kugelspitze- haben, für alles was gestrickt oder gewirkt wird. Die Nadeln sind an verschiedenen Stellen eingeschliffen und tailliert. Haben ein längeres Öhr, sind mit Chrom , Titan oder Gold beschichtet um die Gleiteigenschaften zu erhöhen. Oder aber auch um die Gebrauchszeit zu erhöhen. Es gibt nicht nur Nähnadeln , es gibt daher ja auch ausgewiesene Stick-Nadeln. Quilt-Nadeln.
Eine sehr klassische Situation. Kann aber Anfängern wie „alten Hasen“ passieren. Die Antworten sind : Der Oberfaden ist nicht im Fadenanzugshebel drin gewesen. DER WURDE EINFACH ÜBERSEHEN: Der ist in der Regel silber-farben und bewegt sich zum größten Teil gut sichtbar, bei jedem heben und senken der Nadel auf und ab. Im optimalen Zustand der Maschine um eingefädelt zu werden, sieht man bei nahezu allen Maschinen das Ende des Hebels oben an der Maschine herausschauen. Er zieht die Schlinge / den Knoten zu. Der Stich wird erst durch ihn beendet. Ist der Faden nicht drin, gibt es keinen Stich und der Faden von oben legt sich in einer großen Schlinge unter der Stichplatte um den Greifer oder den Spulenkorb. Das blockiert natürlich in zwei, drei Umdrehungen den Greifer derartig, daß es zur Blockade kommen kann. Und weil er buchstäblich nach unten gezogen wird, reißt er auch leicht dünne Stoffe mit sich in die Tiefe… durch das Stichplatten-Loch. Eine weitere Variante in den letzten 20 – 30 Jahren wird bedingt durch die Spulenkapseln oder Spulenkörbe, die von OBEN befüllt werden. Wenn diese eine beschädigte Außenwand haben, in aller Regel durch abgebrochene Nadeln verkratzt, dann kann es gerne passieren , daß ab irgendeinem Moment, sich der Oberfaden anstatt spurlos drumherum zu gleiten, in den Kratzern hängen bleibt. 2-3 mal ist in Sekundenbruchteilen passiert. Dann gilt es die Kapsel/den Korb herauszunehmen und die Stellen mit einem Polierschwamm zu glätten. Wenn dies nicht gelingt, so ist das Beste eine neue Spulenkapsel/Spulenkorb zu kaufen.
Das hängt natürlich zum einen von der Häufigkeit des Gebrauchs ab und vom absoluten Alter. Wir reden hierbei nicht von gewerblich oder semi-gewerblich genutzten Maschinen. Denn bei diesen ist ein jährlicher Kundendienst Pflicht. In den ersten 10 Jahren würden wir sagen, daß ein 2-3 Jähriger Turnus ausreichend ist, wenn der Gebrauch nicht zu hoch ist. Ein paar Stunden in der Woche zählen wir darunter. Jede Maschine kann im Bereich der Spulenkapsel und der Stichplatte nach dem Herausnehmen der beiden Teile vom Eigentümer selbst ziemlich gut entstaubt , von Fadenresten befreit und geölt werden. Nur kommt man eben nicht in alle Bereiche , wo sich Abrieb , Staub und eventuell mangelnde Schmierung bemerkbar macht. Ist eine Maschine so ab 10-20 Jahre alt ( nur gute Markenmaschinen erreichen so ein Alter-Billig-Marken und Massenware sicher nicht) muss damit gerechnet werden – ähnlich wie beim Menschen- daß die Wartungsintervalle kürzer werden. Hier kann es sein, daß es eben zwischen 1 und 2 Jahren sein kann. Dabei reden wir natürlich über Wartung/Inspektion und nicht über ernste Reparaturen. Diese können übrigens durchaus vermieden oder erheblich vermindert werden, wenn man die Wartung öfter als selten machen lässt.
Je nach Stoff kann sich beim Nähen ein Wellenschlagen einstellen. Das rührt fast immer von einem zu hohen Füßchendruck und einer zu stark eingestellten Fadenspannung her. Wer eine Maschine besitzt, wo man den Füßchendruck reduzieren kann ist klar im Vorteil. Ansonsten bliebe nur das reduzieren der Oberfadenspannung. Der Stoff ist beim Nähen nämlich Stich für Stich ziemlichen Kräften ausgesetzt. Wenn es sich ( im Gegensatz zu Jeans z.B.) dabei um einen weichen, dünnen, dehnbaren Stoff handelt, dann wird der förmlich vom starken Anpressdruck des Füßchens auseinander gezogen. Und das macht auch eine sehr hohe Fadenspannung mit dem Stoff. Direkt hinter dem Füßchen, zieht sich dann der Stoff wieder zusammen… dabei fängt er dann an zu wellen. Anfänger machen manchmal Probenähte in eher empfindlicheren Stoffen, die eben auch noch dehnbar sind. Und nähen nur auf 1 Lage Stoff. Das wellt sich extrem, weil nur 1 Lage überhaupt keinen Halt hat. Das ist natürlich komplett praxisfremd – und kann nur unschöne Ergebnisse erzeugen. Beim Nähen und Probieren sollte man zumindest darauf achten , daß der Stoff zweilagig verarbeitet wird. Und eine stumpfe Nadel, kann gleichfalls ein Zusammenziehen des Stoffes bewirken. Da die stumpfe Spitze sich nicht durch das Gewebe sticht sondern sich eher durch das Gewebe BRICHT. Und zieht dabei einzelne Fäden des Stoffes mit sich. Lieber eine Nadel zu früh gewechselt als zu spät.
Die Frage ist fast so alt, wie die Nähmaschinen selbst. Und es gibt eine Menge Möglichkeiten, warum das passieren kann. Anfängern genauso wie Profis. Möglichkeit Nr.1: Die Nadel ist verkehrt herum eingesetzt. Die flache Seite ist vorne – also in Richtung des Nähenden. Das kann kein Faden, auch nicht mal der stabilste, länger als ein paar Stiche aushalten. Bei Rundkolben-Nadeln – wo es also keine flache Seite gibt, muss die lange Rille der Nadel zur Orientierung zum Nähenden gedreht werden. Möglichkeit Nr. 2: Die Fadenqualität. Entweder er ist schlicht zu alt ( zu lange im eigenen Nähkorb oder von Mutti oder Omas Nähkästchen gelegen), oder er ist von minderer Qualität. Leicht zu erkennen, wenn auf dem Röllchen selbst keine Marke zu lesen ist. Qualitäten von Tchibo, Lidl, Aldi, Rewe, Norma, Wochenmarkt oder Stoffmarkt etc. ist leider kein gutes Zeugnis auszustellen. Und wenn es doch mal schon einen Markennamen gibt, egal aus dem Laden oder dem Internet-Shop… dann achte man auf den Preis. Ein günstiger Faden, wo z.B. 500m nur 80 Cent kostet… mal ganz ehrlich – bitte Hände weg. Möglichkeit Nr. 3: Es sind öfters bei allen möglichen Näharbeiten Nadeln abgebrochen. Dieses Abbrechen kann unter Umständen Stellen an der Maschine verletzt haben, wo der Faden dran vorbei gezogen wird. Er wird an diesen Stellen also ganz einfach durchgeribbelt. Das kann das Stichloch der Stichplatte sein. Dieses bitte prüfen wieviel Einschläge hier zu sehen sind. Falls ja bitte auspolieren. Das gleiche gilt für den Greifer. Hier gilt es zu prüfen ob irgendwo an dessen Spitze sich durch abbrechen der Nadeln ein Grat gebildet hat. Oder(vor allem bei den neuen horizontal liegenden Greifern, sich in der gesamten Greiferbahn rauhe Stellen gebildet haben. Diese fachmännisch auspolieren lassen. Und schließlich , bei den Spulenkapseln oder Spulenkörben den Rand abtasten. Gibt es hier rauhe oder gar gesplitterte Stellen. Falls ja, diese austauschen. Möglichkeit Nr. 4: Dann gibt es natürlich noch die klassischen Bedienfehler, die man durch erneutes ruhiges Einfädeln oft eliminieren kann: Die Oberfadenspannung ist am stärksten Anschlag .Der Faden hat sich klammheimlich eingeklemmt. Er ist nach der Garnrolle irgendwo – wo er nicht sein sollte- verwickelt.
Bei mehrlagigen Stoffen oder dicken Nähten stoßen viele Maschinen an ihre Grenzen. Das liegt meist daran, dass der Nähfuß vorne „in der Luft hängt“, sobald er auf den Stoffberg trifft. Er steht dann schief, der Transporteur verliert den Kontakt zum Stoff, und die Maschine näht nur noch auf der Stelle. Der „Ausgleichs-Trick“: Bevor Sie die dicke Stelle erreichen, halten Sie an. Nehmen Sie ein gefaltetes Stück Stoff (oder einen Stoffrest in der gleichen Dicke) und legen Sie es hinter den Nähfuß unter dessen hinteres Ende. Dadurch wird der Nähfuß wieder in eine waagerechte, parallele Position zum Stoff gebracht. Der Effekt: Der Transporteur der Maschine hat nun wieder vollen Kontakt zum Stoff, kann ihn gleichmäßig nach hinten schieben und das Stichbild bleibt sauber und gleichmäßig, ohne dass winzige „Stopf-Stiche“ entstehen. Sobald die dicke Stelle passiert ist, nehmen Sie das Ausgleichsstück einfach wieder heraus. Hinweis: Viele moderne Nähmaschinen besitzen zudem eine kleine Taste am Nähfußhalter, mit der sich der Fuß für diesen Vorgang waagerecht fixieren lässt – ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt sich hier oft. Wie findest du das? Wenn wir das bei allen Antworten so machen (reiner Info-Text), wirkt deine Website deutlich seriöser und kompetenter.
Wenn beim Nähen Schlaufen entstehen, ist das ein klares Signal, dass das Gleichgewicht der Fadenspannung gestört ist. Der Faden, der die Schlaufen bildet, ist in diesem Moment zu locker. Wichtig für die Diagnose: Schauen Sie sich immer die gegenüberliegende Seite des Stoffes an. Wenn die Schlaufen auf der Oberseite sind, liegt das Problem meist beim Unterfaden (oder die Oberfadenspannung ist zu fest). Wenn die Schlaufen auf der Unterseite sind, liegt das Problem meist beim Oberfaden (oder die Oberfadenspannung ist zu locker). 1. Schlaufen auf der Stoff-Unterseite Dies ist das häufigste Problem. Es deutet darauf hin, dass der Oberfaden nicht korrekt in der Spannungsscheibe liegt. Ursache: Der Oberfaden ist nicht korrekt eingefädelt, oder er ist aus der Spannungsscheibe gerutscht. Lösung: Fädeln Sie den Oberfaden zwingend bei offener Spannung (Nähfuß oben!) komplett neu ein. Achten Sie darauf, dass der Faden bis ganz nach oben in den Fadenhebel eingezogen wurde. Zusatz-Check: Prüfen Sie, ob die Unterfadenspule korrekt in der Kapsel liegt und der Faden sauber durch die Feder der Spulenkapsel geführt wird. 2. Schlaufen auf der Stoff-Oberseite Dies kommt seltener vor und deutet darauf hin, dass der Unterfaden keinen Widerstand hat oder der Oberfaden zu stark angezogen wird. Ursache: Die Unterfadenspule ist nicht korrekt eingelegt oder hat sich im Spulengehäuse verheddert. Auch ein minderwertiger oder ungleichmäßig aufgespulter Unterfaden kann die Ursache sein. Lösung: Nehmen Sie die Spulenkapsel heraus, reinigen Sie den Bereich von Flusen und setzen Sie die Spule neu ein. Achten Sie darauf, dass der Unterfaden mit leichtem Widerstand durch die Führung läuft. Zusatz-Check: Prüfen Sie, ob die Oberfadenspannung versehentlich auf einen zu hohen Wert eingestellt wurde und stellen Sie diese auf den Standardwert zurück. Ein genereller Hinweis: Versuchen Sie nicht, das Problem durch wildes Verstellen der Fadenspannung zu lösen, solange die Maschine nicht korrekt eingefädelt ist. In 95 % der Fälle ist ein korrekter Neueinfädelvorgang (bei gehobenem Nähfuß!) die Lösung, ohne dass an den Einstellungen gedreht werden muss. Haben Sie noch Fragen oder Probleme mit Ihrer Maschine? Wir wissen aus unserer täglichen Arbeit in der Werkstatt, dass Nähen manchmal frustrierend sein kann, wenn die Technik nicht mitspielt. Wenn Sie trotz unserer Tipps nicht weiterkommen oder eine individuelle Beratung suchen, sind wir gerne für Sie da! Rufen Sie uns an: Unter 07161 / 73939 stehen wir Ihnen bei Fragen zur Seite. Oft lässt sich ein kleines technisches Problem schon am Telefon lösen.
Unsere Empfehlung lautet in der Tat, man muss es nicht, aber man sollte. Jede Nähmaschine ist letzten Endes schon ein kleines Wunderwerk der Feinmechanik. Gab es früher an einer klassischen Maschine viele, teilweise fast zwei Dutzend Ölstellen, so ist dies im Laufe der Jahre auf ein paar wenige bis „gar keine mehr“ geschrumpft. Dennoch, ganz auf Öl zu verzichten könnte fahrlässig sein. Auch wenn ein Hersteller vollmundig versprechen sollte, man muss nichts mehr ölen, weil Alles mittlerweile eine „Dauerschmierung“ habe, so gibt es einen Bereich, wo man es dennoch anwenden sollte. Im Bereich wo Spulenkapsel oder Spulenkorb und Greifer aufeinander liegen oder treffen. Hier wo bei jedem Stich der Faden von der Spule herausgezogen wird. Wo der Faden der Nadel in einer Schlinge herumwirbelt und wieder nach oben entschwindet… entsteht eben durch diese Fäden ABRIEB. Feinster Staub, der sich an alle möglichen und unmöglichen Stellen einnistet. Ergänzt durch feinsten Staub von den Transport-Zähnchen, die den Stoff schieben. Auch von hier kommt es zu Einflüssen. Und so ein langsameres und allmählich zäheres Bewegen der Mechanik hervorbringt. Diesen Bereich zu säubern ist eine Sache, aber hier und da ein Tropfen Öl zu verabreichen wirkt Wunder. Weil nämlich der Staub und Fadenreste mit der Zeit die mechanischen Teile rauer werden lassen und da kommt das Öl in seiner schmierenden , gleitenden Wirkung zur Entfaltung. Wie gesagt, auch wenn der Hersteller in der Anleitung wirbt, daß man kein Öl brauche. Hier merkt man , daß die Praxis zu anderen Ergebnissen kommt. Und das hat Auswirkungen: Nicht nur auf das Nähgeräusch, die Stichbildung, die Laufruhe sondern auch auf die Langlebigkeit des Motors. Was leicht und gut geschmiert läuft lebt länger.
Die Nadeleinfädler werden im Werk auf ihre Funktion getestet. Von jedem der hochwertigen Markenhersteller wie BERNINA, JUKI, PFAFF, brother, ELNA, Janome, Husqvarna… Allerdings muss darauf hingewiesen werden, daß die Funktion zum einen mit der Größe des Nadelöhrs zusammenhängt. Bei Nadeln der Stärke 70, oder 65 oder 60 geht der feine Haken des Einfädlers zusammen mit der Fadenschlinge nicht mehr durchs Öhr. Es ist schlicht nicht genügend Platz vorhanden. Versucht man es dennoch immer wieder, kann das zum Verbiegen des Häkchens führen. Dann geht er leider bei keiner Nadel mehr. Zum anderen, wird die Position zum Einfädeln bei den moderneren Maschine , die über eine Nadel-Hoch-Stellung verfügen exakt eingestellt. Dreht man aber am Handrad um diese Stellung zu erreichen, wird man es mit Sicherheit nicht so exakt schaffen. Und zum anschließenden, möchten wir Verständnis dafür wecken, den Einfädler leicht und ohne Kraft und langsam zu betätigen. Dadurch kann man schon im Ansatz erkennen, ob der Haken durch die Nadel geht oder nicht und verhindert in aller Regel ein Verbiegen, wenn man dann davon ablässt. Nun sieht man nach welche Stärke die Nadel hat. War sie zu dünn, ist der Fall ja klar. Und zum guten Schluß kann es natürlich nach Jahren des Verwendens sein, daß der Haken verschlissen ist. Bei einigen Modellen kann den sogar selbst auswechseln. Viele Haken haben wir im Shop oder können bei uns bestellt werden.
Obwohl es kleine Unterschiede im Fadenweg der verschiedenen Hersteller gibt, haben alle Maschinen eines gemeinsam: Der Faden muss einen präzisen Weg zurücklegen – von der Garnrolle, durch die Vor- und Hauptspannung, hoch zum Fadenanzugshebel und schließlich abwärts durch das Nadelöhr. Unser Profi-Tipp für das perfekte Ergebnis: Der wichtigste Schritt: Heben Sie den Nähfuß vor dem Einfädeln immer an und lassen Sie ihn in dieser Position, bis Sie fertig sind. Nur so sind die Spannungsscheiben geöffnet und der Faden kann einrasten. Mit Zug einfädeln: Nehmen Sie den Faden beim Einfädeln in beide Hände. Die rechte Hand hält den Faden leicht an der Garnrolle fest, die linke Hand führt ihn unter leichtem, festem Zug durch alle vorgesehenen Öffnungen. So stellen Sie sicher, dass er tief genug in die Vorspannung und die Oberfadenspannung hineingleitet. Der entscheidende Belastungstest: Wenn Sie fertig eingefädelt haben, senken Sie das Nähfüßchen (stellen Sie die Spannung dabei auf einen mittleren Wert, z.B. 4,5 bei einer Skala von 0–9 oder 3 bei einer Skala von 0–6). Ziehen Sie nun am Faden: Spüren Sie einen deutlichen Widerstand? Dann ist alles perfekt! Geht der Faden jedoch leicht wie beim Einfädeln, sitzt er noch nicht richtig in den Spannungsscheiben. Ein kleiner Hinweis aus unserer Werkstatt: Sollten Sie trotz dieses Tests regelmäßig Fadenschlingen auf der Unterseite haben oder das Gefühl nicht loswerden, dass die Maschine nicht korrekt näht, schauen Sie gerne bei uns vorbei. Manchmal liegt es an einer hartnäckigen Verunreinigung im Spannungsbereich oder einer verstellten Grundeinstellung, die man als Laie nur schwer beheben kann – wir helfen Ihnen da gerne weiter
Ein unsauberes Stichbild – also Schlingenbildung, lockere Fäden oder ungleichmäßige Stiche – ist meist kein Defekt der Maschine, sondern ein Indiz für ein Missverhältnis in der Fadenspannung oder der Führung. Wenn die Naht nicht auf beiden Seiten identisch aussieht, helfen meist diese Schritte: Der Einfädel-Check (Das A und O): 90 % aller Probleme mit dem Stichbild liegen am Oberfaden. Fädeln Sie die Maschine komplett neu ein. Achten Sie dabei penibel darauf, dass der Nähfuß beim Einfädeln oben ist. Nur so öffnen sich die Spannungsscheiben und der Faden kann korrekt in die Führung gleiten. Fadenspannung prüfen: Wenn Schlaufen auf der Unterseite entstehen, ist die Oberfadenspannung zu locker (oder der Unterfaden ist falsch eingelegt). Sind Schlingen auf der Oberseite, ist die Oberfadenspannung meist zu fest. Die Unterfadenspule: Prüfen Sie, ob die Unterfadenspule korrekt eingelegt ist und der Faden sauber in der Feder der Spulenkapsel läuft. Ein „verhedderter“ oder falsch aufgespulter Unterfaden sorgt sofort für ein ungleichmäßiges Bild. Verschmutzung im Transportbereich: Flusen unter der Stichplatte oder im Bereich der Fadenspannung können verhindern, dass der Faden gleichmäßig transportiert wird. Ein kurzer Check und Reinigung schaffen hier oft sofort Abhilfe. Passendes Garn: Achten Sie darauf, dass Ober- und Unterfaden von gleicher Stärke und Qualität sind. Die Kombination aus einem sehr dicken Oberfaden und einem sehr dünnen Unterfaden überfordert die Fadenspannung der meisten Maschinen. Ein kleiner Test: Wenn Sie unsicher sind, ob die Oberfadenspannung verstellt ist, machen Sie einen Testlauf auf einem einfachen Baumwollstoff mit zwei verschiedenen Garnfarben (oben rot, unten blau). So sehen Sie sofort, welcher Faden sich in den anderen hineinzieht und wo die Spannung korrigiert werden muss.
Wenn die Nähmaschine plötzlich Stiche auslässt, ist das frustrierend, aber in den allermeisten Fällen liegt es nicht an einem Defekt der Maschine. Basierend auf unserer langjährigen Werkstatt-Erfahrung stecken zu 80 % der Fälle die folgenden Gründe dahinter: 1. Minderwertige Nadeln: Bitte vermeiden Sie den Kauf von „No-Name“-Nadeln aus dem Supermarkt oder von Billig-Plattformen. Diese sind oft unsauber geschliffen oder weisen ein verdrehtes Nadelöhr auf. Wir empfehlen aus Erfahrung ausschließlich Marken wie SCHMETZ oder ORGAN. 2. Billiger Faden: Minderwertiges Garn reißt nicht nur schneller, sondern ist oft ungleichmäßig in der Stärke und neigt zum Verdrehen. Das führt zu unkontrolliertem Verhalten beim Stichbild. 3. Falsch eingesetzte Nadeln: Auch wenn moderne Maschinen den Einbau erschweren, passiert es bei falscher Handhabung oder Verwendung inkompatibler Nadelgrößen immer wieder, dass die Nadel nicht korrekt sitzt – ein Garant für Fehlstiche. 4. Die falsche Nadel für den Stoff: Selbst eine hochwertige Nadel hilft nicht, wenn sie nicht zum Material passt. Für Maschenware (Jersey, Bündchen, Sweatshirt) benötigen Sie zwingend eine Nadel mit „runder“ Spitze (z. B. Jersey-, Stretch- oder Super-Stretch-Nadeln, bei älteren Systemen mit dem Kürzel SUK). Diese verdrängt den Maschenfaden, anstatt ihn zu beschädigen. 5. Überforderung des Materials: Manchmal stößt die Maschine schlicht an ihre Grenzen – etwa bei zu vielen Lagen Jeans oder zu dichtem Material wie Leder, Neopren oder speziellen Folien. Wann ist ein Werkstattbesuch nötig? Wenn Sie die oben genannten Fehlerquellen ausgeschlossen haben, kann es an der Mechanik liegen: Der Greifer ist dann möglicherweise verstellt und erreicht die Nadel nicht mehr pünktlich. Ob zu früh, zu spät oder zu weit weg – eine solche Einstellung sollte immer in einer Fachwerkstatt vorgenommen werden, damit die Nähmaschine wieder zuverlässig arbeitet.
Unabhängig vom Fabrikat ist dieses Phänomen weit verbreitet. Es entsteht durch die Ansammlung von Abriebteilchen von den Fäden und vom Stoff. Diese sammeln sich in den Rillen oder Auschnitten des Transporteurs. Also Abhilfe: Zuerst die Stichplatte entfernen ( ausklipsen oder Halteschrauben rausdrehen ) Dann mittels eines Pinsels oder einer dünnen Stricknadel zwischen die Zahnreihen des Transporteurs gehen und die Ablagerungen ( mitunter so fest wie Filz !!) herausschieben und entfernen. Bitte auch die Unterseite der Stichplatte reinigen. Das war es in der Regel schon. Sollte jedoch der Zustand schon länger angehalten haben, kann es sein, daß der Transporteur durch den mittlerweile doch recht fest gewordenen Abrieb nach unten verbogen wurde. In diesem Falle ist die nächste Werkstatt Ihres Vertrauens hinzu zu ziehen, die dann die eigentliche Transporteurhöhe wieder herstellen können. Bei einigen sehr alten SINGER und Husqvarna-Maschinen sind die Transporteur-Reihen aus halbhartem Kunststoff, dieser kann sich natürlich im Lauf der Zeit abgenutzt haben. Hier ist es leider die traurige Nachricht, daß dies nicht mehr zu machen ist.
Grober Strick ist ein wunderbares Material, kann aber beim Nähen zur Herausforderung werden, wenn die Maschine „bockt“. Mit diesen drei Profi-Tipps aus unserem Alltag meistern Sie auch dicke Strickstoffe souverän: Die richtige Nadel ist alles: Bei grobem Strick ist die Nadel der entscheidende Faktor. Verwenden Sie unbedingt Jersey- oder Stretch-Nadeln. Diese haben eine abgerundete Spitze (Kugelspitze), die die Maschen des Strickstoffs beiseiteschiebt, anstatt sie zu durchstechen und Laufmaschen zu verursachen. Der Obertransport als Wunderwaffe: Grobe Strickstoffe sind oft sehr „gefügig“ und dehnen sich beim Nähen unterschiedlich stark. Wenn Ihre Maschine einen Obertransporteur besitzt (oder Sie einen Obertransport-Fuß verwenden), nutzen Sie ihn! Er führt den Stoff von oben und unten gleichzeitig zu. Das verhindert, dass sich der Stoff verzieht oder wellt. Der Nähfußdruck ist Ihr bester Freund: Bei sehr dickem Strick sollten Sie den Nähfußdruck Ihrer Maschine (falls einstellbar) reduzieren. Wenn der Fuß zu stark auf den Stoff drückt, wird dieser beim Nähen regelrecht „plattgewalzt“ und nach vorne gedehnt. Ein leichterer Druck lässt den Strick „atmen“ und sorgt für ein gleichmäßigeres Stichbild. Ein kleiner „Notfall-Trick“: Wenn der Stoff trotz allem unter dem Fuß rutscht oder hängen bleibt, legen Sie einen Streifen Seidenpapier oder Stickvlies unter den Strickstoff. Das gibt dem Transporteur mehr „Grip“. Nach dem Nähen können Sie das Vlies einfach abreißen – und die Naht ist perfekt! Probieren Sie es bei uns aus: Sie sind sich unsicher, ob Ihre aktuelle Maschine den richtigen Druck oder Obertransport für Ihre Strickprojekte hat? Kommen Sie in der Marktstraße 8, 73033 Göppingen vorbei. Wir zeigen Ihnen an Ihrer oder einer unserer Vorführmaschinen live, wie Sie den Nähfußdruck einstellen und was ein Obertransporteur in der Praxis bewirken kann!
Wenn die Maschine beim Einschalten unmittelbar zu nähen beginnt, ohne dass Sie den Fußanlasser betätigen, liegt ein technischer Defekt vor. Die Ursache hängt dabei stark vom Alter Ihrer Maschine ab: Bei älteren Maschinen (Klassiker): Hier ist mit ziemlicher Sicherheit ein elektrisches Bauteil – meist ein Entstörkondensator – durchgebrannt. Dies geschieht oft unbemerkt, ohne dass es knallt oder riecht. Es entsteht ein Kurzschluss, der den Strom ungehindert an den Motor weiterleitet und diesen sofort in Bewegung setzt. Der Aufwand: Häufig lassen sich diese Bauteile austauschen. Sitzt das defekte Teil im Anlasser, ist die Reparatur meist unaufwändig. Sitzt es direkt am Motor, ist die Reparatur je nach Modell mit Kosten verbunden, die wir gerne vorab individuell mit Ihnen besprechen. Bei neueren Maschinen: Hier liegt das Problem häufig im Fußanlasser selbst. Oft ist dort lediglich ein Steuerungsteil verrutscht, das in unserer Werkstatt wieder fachgerecht einjustiert werden kann. Dies ist in der Regel ein geringerer Aufwand. Unser Rat: Da es sich um einen elektrischen Defekt handelt, sollten Sie die Maschine zu Ihrer eigenen Sicherheit sofort ausschalten und den Netzstecker ziehen. Versuchen Sie bitte nicht, das Gerät selbst zu öffnen. Kommen Sie gerne bei uns vorbei: Als Fachwerkstatt prüfen wir Ihre Maschine und erstellen Ihnen eine fundierte Auskunft oder einen Kostenvoranschlag. So wissen Sie genau, ob sich die Reparatur lohnt, und können bald wieder sicher nähen.
Diese Frage ist ebenso wichtig wie alltäglich. Eine eindeutige Lebensdauer lässt sich pauschal nämlich schwer festlegen, da sie stark vom genähten Material und der Qualität der Nadel abhängt. Aber eines ist sicher: Bevor eine Nadel völlig den Geist aufgibt und bricht, gibt es deutliche Anzeichen von Verschleiß. Durch das beständige Eindringen in das Material wird jede Spitze mit der Zeit stumpf – das gilt für sehr spitze Nadeln genauso wie für abgerundete Jersey-Nadeln. Der beste Indikator ist Ihr Gehör: Dieses „Stumpfwerden“ hört man beim Nähen! Die Maschine macht beim Einstechen ein leicht klopfendes Geräusch, weil die stumpfe Spitze sich den Weg durch den Stoff sozusagen „bricht“, anstatt sanft hindurchzugleiten. Warum Sie dann sofort wechseln sollten: Stoffschäden vermeiden: Durch das gewaltsame Einstechen werden die Fäden des Gewebes in Mitleidenschaft gezogen. Im schlimmsten Fall entstehen unschöne kleine Löcher im Stoff. Nerven schonen: Eine neue Nadel kostet nur ein paar Cent. Diese kleine Investition schont nicht nur Ihr mühsam erarbeitetes Nähprojekt, sondern auch Ihre Nerven. Wechseln Sie daher beim kleinsten hörbaren Anzeichen! Ein Tipp zur Nadel-Qualität: Wenn Sie häufig oder sehr dicke Materialien nähen, lohnt sich ein Blick auf spezielle Nadeln. Es gibt Modelle, die mit Chrom bedampft oder mit Titan beschichtet sind. Diese haben laut Hersteller eine deutlich längere Gebrauchszeit und halten bis zu 8-mal länger als herkömmliche Nadeln. Unser Werkstatt-Fazit: Wechseln Sie die Nadel lieber zu früh als zu spät!
Gerne wird immer wieder der Overlockfaden zum Nähen genommen. Hauptsächlich, weil man sich ausgerechnet hat, daß das billiger sei. Das stimmt soweit. Das ist aber auch schon Alles. Wir würden es generell nicht wirklich empfehlen, weil Overlockfäden bei weitem nicht so reißfest sind , wie z.B. ein guter Alles-Näher wie der Seralon Faden von Amann-Mettler. Overlockfäden sind zumeist viel dünner und aus nicht so hochwertigen Fäden gedreht. Dadurch muss man oft die Spannung der Maschine neu einstellen. Etwas, das niemand wirklich richtig gerne macht. Die Oberfadenspannung – wie die Unterfadenspannung natürlich. Manchmal versucht man auch bei Stickmaschinen, den Spulenfaden von Overlockgarn zu nehmen , weil hier eh andere Spannungen eingestellt werden. Beim Sticken ist es ja auch Absicht, daß der Oberfaden etwas durch den Stoff gezogen wird, wegen der besseren Optik. Das ist genau gesehen das einzige Einsatzgebiet bei einer Nähmaschine , wo wir sagen würden: Geht.
Zum Nähen mit der Zwillingsnadel wollen wir gerne den Ursprung der Nadel in Erinnerung rufen. Das wird nämlich nahezu nirgendwo erklärt. Sie wurde vor gut 100 Jahren entwickelt. Und zwar zum „leichteren“ nähen von Biesen. Biesen sind Ziernähte, Abnäher, vor allem bei Blusen- oder Hemden-Vorderteilen, die durch gleichzeitiges beidseitiges paralleles Steppen entstehen, seit es die Zwillingsnadeln gibt. Vorher musste jede Naht einzeln genäht werden. Beim Verwenden der Zwillingsnadel wird in der Regel ein dickes Beilaufgarn mitgeführt um den Effekt des sich aufrichtenden Stoffes in der Mitte zwischen den Nadeln noch dauerhaft zu verstärken. Genau diesen Effekt will man heute , wenn man die Zwillingsnadel für eine Saumnaht verwenden möchte, garantiert nicht haben. Irgendwann in den späten 70-ern hatte jemand die glorreiche Idee, die Zwillingsnadeln vom Zweck her zu entfremden… und nähte damit einen umgelegten Saum an einem Kleid oder T-Shirt an. Die günstige Zwillingsnadel soll hier behelfsmäßig imitieren, was die Industrie mit Spezialmaschinen macht. Wenn man sich die dehnbaren doppelt gesteppten Nähte der Industrie auf der Rückseite ansieht, ist jedem klar, was es mit der Naht auf sich hat. Bei der Zwillingsnadel ist die Rückseite ein einfacher Zick-Zack-Stich. Das muss genügen. Zieht aber u.Umständen den Stoff eben zusammen. Bei der Zwillingsnadel muss gleich zu Anfang darauf geachtet werden , daß beim Einfädeln die beiden Fäden auf ihrem weg zu den Nadel-Öhren sich nicht verschlingen und in der Oberfadenspannung schön links und rechts der mittigen Spannungscheibe ihre Plätze finden. Die Oberfadenspannung muss dabei auch etwas vermindert werden ( Probe-Naht machen ist Pflicht) . Wichtig ist, wie bei einer normalen Nadel auch, dass man die passende Nadel zum Stoff verwendet. Denn auch hier gibt es Universal und Stretch zur Auswahl. Möchte man also Jersey nähen, muss auch eine Jersey- oder Stretchnadel verwendet werden. ÜBRIGENS: Nicht jeder Stich kann mit der Zwillingsnadel genäht werden. Geradstich, elastischer Geradstich und Zickzacknaht ( beide aber nur in kleiner Stichbreite) sind kein Problem. Dreifach-Stiche oder dekorative Zierstiche scheiden oft aufgrund der Stichdichte und Stichbreite aus. Als Saumnaht also letztlich gerne verwendet, ist es aber keine wirkliche Dauerlösung. Noch dazu wenn einem klar sein muss , daß diese Art von Naht leider keine hohe Dehnfähigkeit aufweisen kann. Hier wird der eine oder die Andere denn doch sich in eine Cover-Maschine verlieben. Wenn man gerne hochelastische Säume haben will, und einem das Nähen so recht am Herzen liegt – dann ist das ganz sicher eine gute Entscheidung.
Warum kommt der versenkte Transporteur nicht hoch ? Diese Frage stellen sich zumindest alle, die eine Nähmaschine besitzen, wo der Transporteur durch einen Schalter von außen versenkt werden kann. Ein paar wenige ältere Modelle z.B. von PFAFf haben diesen Schalter im Inneren, wenn man die Greiferklappe öffnet auf der rechten Seite. Dieser Schalter zieht dem Transporteur gleichsam den Teppich unter den Füßen weg. Er fällt einfach runter, weil er aus einer Kupplungshalterung genommen wird. Ein Zug und er ist unten. So weit so gut. Weil dies aber , wie eben geschrieben eine Kupplungsart ist, kommt er nicht von alleine hoch, wenn man den Schalter in die nun andere Richtung drückt. Auch wenn man das erwartet, der Transporteur rührt sich nicht. JETZT dreht man bitte am Handrad eine VOLLE UMDREHUNG oder näht einfach zwei Stiche. Und dann plötzlich merkt man – er ist wieder da. Durch die Bewegung wird er wieder in die Kupplung zurück geführt. So einfach ist das.

Eine Overlock Nähmaschine bzw. eine Overlockmaschine oder auch gerne Overlocker, ist schlechthin DIE ERGÄNZUNG zur Nähmaschine. Es gibt im Bereich des Nähens nichts, was wirklich besser als Gespann passt. Jede für sich ist speziell und kann etwas, das die Andere eben nicht fertig bringt. Keine Nähmaschine der Welt – keine- kann eine Stoffkante so schön und leicht und zart oder eben auch kräftig und dicht verschließen, einsäumen, versäubern ohne daß der Stoff sich wellt oder gar zusammenzieht – wie es eine Overlockmaschine kann. Fast niemand der wirklich mit viel Freude bei der Sache des Nähens zu Hause ist, kann über kurz oder lang auf eine Overlockmaschine verzichten. Ein Overlocker macht eben das Selbstgenähte noch wertiger und schöner und oft dabei auch noch tragbarer oder verwendbarer. Und dann eben das Zusammen-Nähen: Also Verbinden, Kante sauber abschneiden und dann noch versäubern in einem – Bei einer normalen Nähmaschine sind das 3 Arbeitsgänge. Und die macht es in einem !!! Schneller und sauberer/perfekter nähen…. Das ist der Wunsch von sehr vielen Nähbegeisterten. Und der Wunsch kann erfüllt werden. Viele wissen das schon ! Kurz gesagt, es gibt keine sinnvollere Ergänzung – als eine Overlock – aber nur…. Wenn sie gut ist. Davon später.
Wie oft muss eine Overlockmaschine zur Wartung ? Bei einer Overlockmaschine oder auch Kombi-Maschine ( also Overlock-und-Cover-Maschine) ist das ein ganz anderes Thema der Häufigkeit, weil wir es hier nicht nur mit einfachem Fadenabrieb zu tun haben. Bei jedem Stich wird auch Stoff geschnitten. Je volumiger dieser ist, also wie Nicky, Frottee, Samt oder auch Wirkware wie Sweat-Shirt, oder Polar-Fleece, Fleece allgemein…desto mehr feine Fusseln entstehen. Und diese sammeln sich wirklich in jeder Ritze in jeden noch so kleinen Winkel der Maschine. Bis ins letzte Eck. Leider wird das oft nicht bemerkt. Wir haben bei Inspektionen von Overlockmaschinen, nach dem Öffnen und Abnehmen der Gehäuseteile, alle Hohlräume dicht gefüllt mit Flusen-Polstern gesehen. Das kroch dann oft schon in die Motoren der Maschinen. Also hier ist ganz wichtig darauf zu achten, nicht länger wie 1,5 Jahre verstreichen zu lassen. Auch bei mäßigem Gebrauch. Der Abrieb ist bestimmt zwischen 20 und 50mal mehr als bei jeder anderen Art von Nähmaschine. Und das ist sicher nicht übertrieben. Und an dieser Stelle seien noch kurz die Messer angesprochen. Diese werden natürlich im Laufe der Zeit stumpf. Je weniger Naturfaser, desto schneller. Ein guter Fachbetrieb, wie wir es sind, hat eine Wrkstatt, in der man Messer schleifen kann. Das kann man bis zu 3 mal machen bevor man gleich ein Neues kauft. Das gilt natürlich wie immer vor allem für die guten Marken-Maschinen. Leider nicht für Billig-Ware wo die Messer aus minderer Qualität sind oder erst gar nicht geschliffen werden können.
Generell beobachten wir in jüngerer Zeit immer häufiger, daß Kunden die Stichqualität ihrer neu erworbenen Overlockmaschine bemängeln. Wenn man mal berücksichtigt, daß richtig eingefädelt, die Spannung richtig eingestellt ist und man wirklich gutes Overlockgarn verwendet… dann bleibt noch etwas zu beachten: Gerade Einsteiger im Overlock-Metier wählen ( vielleicht weil sie es an der Nähmaschine auch schon immer so gemacht haben ?!) wählen eine sehr hohe Stich-Dichte. Also einen sehr engen Stichabstand aus. Nicht selten zwischen 1-2. An dieser Stelle möchten wir allen Overlockern zurufen: „Seid großzügiger mit dem Stichabstand !“ Der Stoff transportiert besser, der Stich legt sich besser an die Kante, der Stoff leidet nicht so sehr unter zu vielen Einstichen und das Differential hat es auch leichter, dem Stoff das Kräuseln bzw. das Wellenschlagen auszutreiben. Manchmal ist mehr Stichabstand weniger Kummer mit dem Stich. Generell noch als Tipp: Für fast alle Overlockmaschinen bieten wir als einer der ganz wenigen Händler mit Online-Shop auch gerne Einschulungen per whatts-app an. Das ist gültig für alle Kunden, welche die Maschine bei uns erstanden haben. Aber wenn auch mal der „Kollege“ nicht wirklich weiter weiß, darf man sich bei den von uns geführten Fabrikaten gern an uns wenden. Wir sehen mal, was wir helfen können.
Wenn der Faden durch einen der beiden Luftkanäle nicht mehr transportiert wird, dann liegt es daran, daß die Kanäle allmählich verstopft sind. Die Overlockfäden haben durch ihre leichtere Qualität eher die Angewohnheit einen stärkeren Abrieb zu erzeugen. Dieser legt sich ganz sachte aber bestimmt an den Innenseiten der Metall-Kanäle an. Mehr und mehr, bis zum Punkt wo nichts mehr geht. In DER Situation hilft ein metallener Einfädeldraht mit einer Schlinge am Ende. Durch diese Schlinge wird ein dickerer Wollfaden genommen und mittels des Drahtes durchgezogen. Gelingt das, nimmt man den Wollfaden und zieht ihn sehr gründlich hin und her – poliert und löst damit die Flusen und Fussel-Abriebe im Kanal. Man sollte dies immer wieder machen. Alle paar Wochen ist sicher nicht zu viel. Kommt allerdings der metallene Draht nicht durch die Kanäle, raten wir zur Werkstatt Ihres Vertrauens um das zu beheben. Gerne auch zu uns. Denn es kann schon sein, daß dann einer der Kanäle ausgebaut werden muss. Das sollte man besser nicht selbst machen.
Ohne jetzt irgendein Fabrikat zu bevorzugen, muss die Antwort ganz klar lauten: Eine, welche über eine Lufteinfädlung der Greiferfäden verfügt. Sollte diese Maschine dann auch noch Einfädelhilfen für die Nadeln haben umso besser. Alles Andere ist einfach nicht mehr zeitgemäß oder eben Menschen überlassen, die für sich keine Probleme darin sehen und die Einfädelei bzw. den Garnwechsel als sportliche Herausforderung sehen. Aber wir finden… Nähen soll Spaß machen und einfach gehen. Gerne beraten wir Sie zu den verschiedenen Fabrikaten. Aus unserer Praxis-Erfahrung heraus.
Die einfache Bedienbarkeit. Und ein starker Motor. Das sind zunächst die wichtigsten Eigenschaften zusammengefasst. Die Einfädelung kann gerade Anfänger abschrecken und deshalb sollte diese auf ein Minimum an Handgriffen beschränkt sein. Hier ist eine Lufteinfädelung sehr zu empfehlen. Gibt es einen eingebauten Einfädler für die Nadeln und nicht nur für die Unterfaden-Greifer – freut man sich natürlich. Hohe Schnittkraft für Baumwollstoffe und Bündchenware ist ein Muss. Das steigen alle Billigmaschinen mancher „Marken“ aus. Oder halten nicht lange durch. Spannungsautomatiken , leider nicht an allen Modellen der guten hochwertigen Marken zu finden sind kein Luxus sondern erhöhen die Freude an der Maschine. Danach abgestuft, kann das Laufgeräusch ein Kriterium sein. Wobei gesagt werden darf, daß eben beim Vernähen von 4 statt nur 2 Fäden und dem gleichzeitigen Abschneiden, der Geräuschpegel einfach etwas lauter sein wird, als bei einer Nähmaschine. Aber das leuchtet ja auch ein. Gerne dürfen Sie uns wegen der Einstiegspreislagen oder Marken eine Mailanfrage senden unter info@naehwelt.de

Jede Stickmaschine hat einen Port für Daten. Also einen Zugang zu Daten. Derzeit sind es USB-Eingänge ( meistens rechts außen am Gehäuse zu sehen) oder per WLAN. Aber…. Keine Maschine kann Bilder/Vorlagen, die man hat, in gestickte Motive umwandeln. Egal welche Art von Bild es auch sei. Ob JPG oder PGN oder PDF.. es sind Bilder… bestehend aus vielen zigtausenden kleinen Bildpunkten also Pixels. Ein Drucker könnte das Bild erstellen. Aber Bildpunkte sind eben keine Stiche. Die Zugänge an den Stickmaschinen dienen dazu, bereits fertige Stickmuster aufzunehmen. Diese werden erzeugt, indem man eine dafür spezielle Software verwendet. Die Sticksoftware die es in vielen Ausprägungen gibt (von anspruchslos bis komplex) wandelt also Striche- und Farbfelder-Pixel in einzelne Stiche um. Erst wenn das gemacht wurde, kann man das Ergebnis – ein Stickmuster – auch in die Maschine eingeben. Natürlich nur, wenn dieses den Anforderungen der Maschine entspricht. Wenn man bei uns eine Maschine und die Software dazu bestellt, schulen wir unsere Kunden im Umgang darin.