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FAQ der Nähwelt Schweizer

Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick!
Sollte Ihre Frage nicht dabei sein zögern Sie nicht sich bei uns zu melden damit wir Ihnen weiterhelfen können.
Melden Sie sich gerne unter info@naehwelt.de oder 07161 - 73939

 

Gerne wird immer wieder der Overlockfaden zum Nähen genommen. Hauptsächlich, weil man sich ausgerechnet hat, daß das billiger sei. Das stimmt soweit. Das ist aber auch schon Alles. Wir würden es generell nicht wirklich empfehlen, weil Overlockfäden bei weitem nicht so reißfest sind , wie z.B. ein guter Alles-Näher wie der Seralon Faden von Amann-Mettler. Overlockfäden sind zumeist viel dünner und aus nicht so hochwertigen Fäden gedreht. Dadurch muss man oft die Spannung der Maschine neu einstellen. Etwas, das niemand wirklich richtig gerne macht. Die Oberfadenspannung – wie die Unterfadenspannung natürlich. Manchmal versucht man auch bei Stickmaschinen, den Spulenfaden von Overlockgarn zu nehmen , weil hier eh andere Spannungen eingestellt werden. Beim Sticken ist es ja auch Absicht, daß der Oberfaden etwas durch den Stoff gezogen wird, wegen der besseren Optik. Das ist genau gesehen das einzige Einsatzgebiet bei einer Nähmaschine , wo wir sagen würden: Geht.
Eine Frage die wir sehr oft hören. Oftmals mit einer gewissen Skepsis verbunden. Wir müssen darauf klar antworten, daß es nur noch sehr wenige rein mechanische Maschinen gibt. Warum das so ist ? Nun, ganz einfach, weil die elektronischen Maschinen leichter zu bedienen sind. Andere Dinge, mit denen wir uns umgeben haben sich ja auch weiterentwickelt. Das Telefon, der Fernseher, die Waschmaschine, etc. Wer hat heute noch ein Telefon mit Wählscheibe ? Oder einen Schwarz-Weiß-Fernseher mit Drucktasten ? Warum also sollten sich Nähmaschinen nicht auch weiter entwickeln. Befürchtungen jeglicher Art oder Skepsis sind hier wirklich nicht angebracht. Nähmaschinen entwickeln sich viel langsamer. Nicht zuletzt, weil sie im Grunde Werkzeuge sind, die doch seit über 100 Jahren das gleiche machen – nämlich 2 Fäden zu einem Stich zu verbinden. Nur der allgemeine Umgang wird durch die Weiterentwicklung zu elektronischen Maschinen viel einfacher. Gerade für Anfänger, Näheinsteiger.
Auch wenn man es sich vielleicht zunächst wünscht oder der Erinnerung an ein „made in Germany“ nachhängen mag. Leider gibt es seit Anfang des neuen Jahrhunderts keine Produktion mehr in Deutschland. Leider wird von bislang zwei Lieferanten der Anschein erweckt, es handele sich bei deren Produkte oder Marken um deutsche Qualitätsarbeit, was aber nach unserer Meinung reine Augenwischerei ist. Denn die eigentliche Herstellung findet außerhalb Deutschlands, zumeist in Süd-Ost-Asien statt. Mit Werken, die gegen Bezahlung arbeiten. Mit PFAFF hat als letztes deutsches Werk die Fertigung beendet.
Unabhängig vom Fabrikat ist dieses Phänomen weit verbreitet. Es entsteht durch die Ansammlung von Abriebteilchen von den Fäden und vom Stoff. Diese sammeln sich in den Rillen oder Auschnitten des Transporteurs. Also Abhilfe: Zuerst die Stichplatte entfernen ( ausklipsen oder Halteschrauben rausdrehen ) Dann mittels eines Pinsels oder einer dünnen Stricknadel zwischen die Zahnreihen des Transporteurs gehen und die Ablagerungen ( mitunter so fest wie Filz !!) herausschieben und entfernen. Bitte auch die Unterseite der Stichplatte reinigen. Das war es in der Regel schon. Sollte jedoch der Zustand schon länger angehalten haben, kann es sein, daß der Transporteur durch den mittlerweile doch recht fest gewordenen Abrieb nach unten verbogen wurde. In diesem Falle ist die nächste Werkstatt Ihres Vertrauens hinzu zu ziehen, die dann die eigentliche Transporteurhöhe wieder herstellen können. Bei einigen sehr alten SINGER und Husqvarna-Maschinen sind die Transporteur-Reihen aus halbhartem Kunststoff, dieser kann sich natürlich im Lauf der Zeit abgenutzt haben. Hier ist es leider die traurige Nachricht, daß dies nicht mehr zu machen ist.
Wir empfehlen hier sehr gerne verschiedene Kriterien zu beachten. Wenn es jemand zu seinem hobby gemacht hat oder bereits auf dem besten Weg dahin ist, dann sollte man von der Nähmaschine dabei nicht ausgebremst oder enttäuscht werden. Die Maschine muss einfach zu bedienen sein. Und schon als Erst-Maschine eine WIRKLICHE Robustheit mitbringen. Das bedeutet, daß man nicht den oftmals vollmundigen Beschreibungen und Versprechen der Hersteller Glauben schenkt, sondern sich durch fachliche Beratung Orientierung verschafft. Denn es gilt: „Billig gekauft ist oft doppelt teuer“. Man ist ja bereits kein Anfänger mehr. Und jetzt will man mit der richtigen Maschine durchstarten. Hier eignen sich Marken wie BERNINA, ELNA, JUKI, BROTHER und PFAFF. Sicher eine für die wir eine 10 Jahres -Garantie aussprechen, wie z.B. BERNINA oder ELNA.
Jede Stickmaschine hat einen Port für Daten. Also einen Zugang zu Daten. Derzeit sind es USB-Eingänge ( meistens rechts außen am Gehäuse zu sehen) oder per WLAN. Aber…. Keine Maschine kann Bilder/Vorlagen, die man hat, in gestickte Motive umwandeln. Egal welche Art von Bild es auch sei. Ob JPG oder PGN oder PDF.. es sind Bilder… bestehend aus vielen zigtausenden kleinen Bildpunkten also Pixels. Ein Drucker könnte das Bild erstellen. Aber Bildpunkte sind eben keine Stiche. Die Zugänge an den Stickmaschinen dienen dazu, bereits fertige Stickmuster aufzunehmen. Diese werden erzeugt, indem man eine dafür spezielle Software verwendet. Die Sticksoftware die es in vielen Ausprägungen gibt (von anspruchslos bis komplex) wandelt also Striche- und Farbfelder-Pixel in einzelne Stiche um. Erst wenn das gemacht wurde, kann man das Ergebnis – ein Stickmuster – auch in die Maschine eingeben. Natürlich nur, wenn dieses den Anforderungen der Maschine entspricht. Wenn man bei uns eine Maschine und die Software dazu bestellt, schulen wir unsere Kunden im Umgang darin.
Was sind die besseren Nähmaschinen ? Mechanische oder Elektronische ? Also da sind wir nun bei einer sehr grundlegenden Frage. Durch die elektronisch gesteuerten Eigenschaften, wie Nadel-hoch-tief-Stellung, Knopflochlängenmessung, Anheben des Füßchens und einige andere mehr, können Anfänger wie Erfahrene sich mehr auf das eigentliche Nähen konzentrieren. Das erzeugt viel mehr Erfolgserlebnisse. Und macht auch wesentlich mehr Spaß. Und das ist letztlich das Bessere – finden wir.
Das kann einige Ursachen haben. Handelt es sich bei der Maschine um eine die ein paar Jahrzehnte alt ist, dann ist mit ziemlicher Sicherheit ein elektrisches Bauteil ( fast immer Kondensatoren) durchgeschmort. Das muss nicht immer einen Knall geben oder zu riechen sein. Aber es erzeugt einen klassischen Kurzschluß – der Strom kommt ungehindert zum Motor- und setzt diesen in Bewegung. Häufig, aber immer in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit, kann man diese Teile austauschen. Ist das betroffene Teil im Anlasser ist es keine sehr aufwändige Reparatur. Sitzt es aber am Motor, können das auch Kosten sein, die überlegt sein wollen. Eine gute Fachwerkstatt, wie unsere eigene kann hier für Auskunft oder einen Kostenvoranschlag sorgen. Handelt es sich um eine neuere Maschine, dann ist häufig im Anlasser ein Steuerungsteil verrutscht, das man wieder einjustieren muss. Gleichfalls ein eher geringer Aufwand.
Diese Frage ist so wichtig wie selbstverständlich. Bevor eine Nadel völlig den Geist aufgibt und bricht, gibt es erste Anzeichen von Verschleiß. Die Spitze einer jeglichen Nadel wird durch beständiges Eindringen in das zu nähende Material stumpfer. Das gilt für spitze Nadeln genauso, wie für Nadeln die mit abgerundeter Spitze ausgestattet sind. Also für Jersey-Stoffe u.Ähnl. Dieses „stumpf-werden“ hört man. Man hört es beim Einstechen. Die stumpfe Spitze BRICHT sich sozusagen den Weg. Dabei werden Fäden in Mitleidenschaft gezogen. Im schlimmsten Fall gibt es schon kleine Löcher. Man sollte also wirklich beim kleinsten hörbaren Anzeichen die Nadel wechseln. Zumal damit Stoff geschont wird. Ein paar Cent für eine Nadel schon auch die Nerven. Um die Frage in Ihrem Ursprung zu beantworten. Das hängt vom Material ab, das genäht wird. Und übrigens auch von der Qualität der Nadel. Es gibt ja Nadeln , die mit Chrom bedampft sind oder auch mit Titan. Diese haben eine deutlich längere Gebrauchszeit als herkömmliche Nadeln. Bis zu 8 mal länger laut der Hersteller. Eine eindeutige Lebenszeit kann also nicht festgelegt werden. Aber lieber zu früh gewechselt als zu spät.
Sicher hängt die Beschaffung einer guten Nähmaschine immer vom jeweiligen Budget ab. Wir haben wirklich für jeden Geldbeutel etwas in petto. Man kann durchaus bei Second-Hand-Maschinen genau das finden, wo es im Neubereich nicht reichen würde, ohne Kompromisse zu machen. Denn das ist genau die Antwort dabei. Es sollten wenn irgendmöglich keine Kompromisse gemacht werden. Die neue Nähmaschine muss den Bedürfnissen entsprechen . Voll und ganz. Wenn an nach dem durchschnittlichen Preis fragt, den derzeit unsere Kunden bereit sind auszugeben, so rechnet man mit ca. 1400 euro. Da befindet man sich aber auch in einem Bereich, der extrem langlebig ist. Und auf 20-30 Jahre umgerechnet sich auch behaupten darf. Eine Maschine der Massen vermarkter für 60.- bis 99.- euro hält bestenfalls 2-3 Jahre bevor der Zustand erreicht wird, wo sich eine Reparatur nicht lohnt. Die Einstiegspreislage für Neumaschinen guter Qualität liegt bei rund 500 – 600.- euro. Drunter würden wir es nicht wirklich wärmstens empfehlen.
Nun am einfachsten gefragt, gäbe es die Antwort, „eine die Alles kann“ Spaß beiseite, die Beste Nähmaschine ist eine, die fehlerfrei funktioniert. Lange Jahre durchhält, im Falle eines Falles einfach instand zu setzen ist, die den besten Support hat. Eine Maschine , welche keine Mimose ist. Es gibt noch Marken und da noch Maschinen , die wir rückhaltlos empfehlen. Wenn Sie unser Marken-Ranking haben wollen, schreiben Sie uns eine Mail Und wir sagen Ihnen frank und frei unsere Erfahrungen und Empfehlungen.
Ohne jetzt irgendein Fabrikat zu bevorzugen, muss die Antwort ganz klar lauten: Eine, welche über eine Lufteinfädlung der Greiferfäden verfügt. Sollte diese Maschine dann auch noch Einfädelhilfen für die Nadeln haben umso besser. Alles Andere ist einfach nicht mehr zeitgemäß oder eben Menschen überlassen, die für sich keine Probleme darin sehen und die Einfädelei bzw. den Garnwechsel als sportliche Herausforderung sehen. Aber wir finden… Nähen soll Spaß machen und einfach gehen. Gerne beraten wir Sie zu den verschiedenen Fabrikaten. Aus unserer Praxis-Erfahrung heraus.
Das sollte eine nicht zu schwere und nicht zu groß dimensionierte Maschine sein. Maschinen für Quilter und Patchworker sind hier eher nichts. Auch Näh-Stick-Kombinationen sind als wirklich allererste Maschine nicht die angesagte Wahl. Die erste Maschine soll zuverlässig sein. Kleine Bedienungs-Fehler verzeihen können. Einen kräftigen Motor haben. Wenn möglich vorher ausprobiert werden können. Oder wo nicht, durch excellente geduldige und bedarfsorientierte Beratung herausgefiltert. Und sie sollte – gerade für Anfänger wichtig- über eine Nadel – hoch-tief-Stellung verfügen. Die Geschwindigkeit sollte vorwählbar sein. Und die Oberfadenspannung leicht zu justieren. Die Bedienung über ein Display ohne große Programmiererei möglich sein. Gerne dürfen Sie uns nach speziellen Modellen fragen. Einfach eine Mail an info@naehwelt.de
Es gibt hier eine Antwort in zwei Richtungen. Das Sticken mit einer Nähmaschine kann per „frei Hand„ gemacht werden. Also indem man zur Anfertigung von Mustern nach vorgezeichneten Linien die Maschine bzw. die Nadel (natürlich bei versenktem Transporteur) hin und her und vor und zurück führt. So kann man, ein wenig Übung vorausgesetzt, kleine Flächen gut bearbeiten. Und auch Motive mit Kontur erzeugen. Nach einer Weile wird es auch möglich sein, Schriftzüge zu erstellen. Unter Zuhilfenahme des Zick-Zack-Stiches Wer es aber lieber der Maschine ganz überlassen will, kommt also über kurz oder lang zu einer Maschine, die eine zusätzliche Erweiterung in Form einer Stick-Einheit besitzt. Diese kann, je nach Hersteller, auch erst im Nachhinein erworben werden. Mittels der Stickeinheit, werden Stoffe, die in einen Rahmen gespannt oder fixiert wurden, auf den feinsten Bruchteil eines Millimeters genau geführt. Was man selbst natürlich nicht kann. Solche Stick-Einheiten ermöglichen es auf exakteste Weise vorgegebene Motive abzusticken. Gleichfalls natürlich auch Schriften.
Das ist sehr individuell. Sagen wir mal so: Der Wurm muss dem Fisch schmecken -und nicht dem Angler. Soll heißen: Vertrauen Sie auf Ihren Instinkt. Und gehen Sie einfach ein paar Fragen durch, die Sie selbst am Besten beantworten können: Ist die Größe in Ordnung, die Farbe okay, Macht sie saubere Stiche, ist der Händler vertrauenswürdig – hat man mit zugehört und nach meinen Bedürfnissen/Ansprüchen beraten ? Die Maschine , die eben die eigenen Bedürfnisse am besten befriedigt, passt auch am Besten zu einem. Patcher und Quilter brauchen großen Durchgangsraum – durchaus ohne Freiarm, Objekte-Näher stehen eher auf einen Freiarm und Dekorstiche, Nutz-Näher ( Kleidung!) sind an excellenten Knopflöchern und Nutzstichen interessiert. Stick-affine Näherinnen brauchen selbstredend eine Näh-Stick-Kombimaschine. Letzter sollte schnellstmöglich und einfach umstellbar sein. Dann …. Passt es auch !!
Die einfache Bedienbarkeit. Und ein starker Motor. Das sind zunächst die wichtigsten Eigenschaften zusammengefasst. Die Einfädelung kann gerade Anfänger abschrecken und deshalb sollte diese auf ein Minimum an Handgriffen beschränkt sein. Hier ist eine Lufteinfädelung sehr zu empfehlen. Gibt es einen eingebauten Einfädler für die Nadeln und nicht nur für die Unterfaden-Greifer – freut man sich natürlich. Hohe Schnittkraft für Baumwollstoffe und Bündchenware ist ein Muss. Das steigen alle Billigmaschinen mancher „Marken“ aus. Oder halten nicht lange durch. Spannungsautomatiken , leider nicht an allen Modellen der guten hochwertigen Marken zu finden sind kein Luxus sondern erhöhen die Freude an der Maschine. Danach abgestuft, kann das Laufgeräusch ein Kriterium sein. Wobei gesagt werden darf, daß eben beim Vernähen von 4 statt nur 2 Fäden und dem gleichzeitigen Abschneiden, der Geräuschpegel einfach etwas lauter sein wird, als bei einer Nähmaschine. Aber das leuchtet ja auch ein. Gerne dürfen Sie uns wegen der Einstiegspreislagen oder Marken eine Mailanfrage senden unter info@naehwelt.de
Warum kommt der versenkte Transporteur nicht hoch ? Diese Frage stellen sich zumindest alle, die eine Nähmaschine besitzen, wo der Transporteur durch einen Schalter von außen versenkt werden kann. Ein paar wenige ältere Modelle z.B. von PFAFf haben diesen Schalter im Inneren, wenn man die Greiferklappe öffnet auf der rechten Seite. Dieser Schalter zieht dem Transporteur gleichsam den Teppich unter den Füßen weg. Er fällt einfach runter, weil er aus einer Kupplungshalterung genommen wird. Ein Zug und er ist unten. So weit so gut. Weil dies aber , wie eben geschrieben eine Kupplungsart ist, kommt er nicht von alleine hoch, wenn man den Schalter in die nun andere Richtung drückt. Auch wenn man das erwartet, der Transporteur rührt sich nicht. JETZT dreht man bitte am Handrad eine VOLLE UMDREHUNG oder näht einfach zwei Stiche. Und dann plötzlich merkt man – er ist wieder da. Durch die Bewegung wird er wieder in die Kupplung zurück geführt. So einfach ist das.
Als eines der wesentlichsten Merkmale würden wir sagen, daß die Nähmaschine ein Marken-Produkt ist. Daß also eine echte Fabrikation dahinter steht und nicht nur ein „Söldner“. Eine billig in Auftrag gegebene Herstellung. Unter solchen Marken verstehen wir Babylock, BERNINA, brother, ELNA, Juki, Janome. Auch PFAFF, SINGER und Husqvarna. Nur hier kann man sicher sein, daß die Ersatzteilversorgung im Sinne einer Langlebigkeit gegeben ist. Und man sollte grundsätzlich nicht, an anderer Stelle hatten wir das bereits, am unteren Ende sparen. Was heißen soll: Nicht die billigste Maschinen-Ausführung für dickste Materialien zu nehmen. Oder andersherum: Bitte nach einer guten intensiven Beratung, die Maschine zu wählen , wo die Bedürfnisse und Anforderungen am Besten gemeistert werden können. Dann hat man lange Freude an der Maschine und dem hobby.
Unsere Empfehlung lautet in der Tat, man muss es nicht, aber man sollte. Jede Nähmaschine ist letzten Endes schon ein kleines Wunderwerk der Feinmechanik. Gab es früher an einer klassischen Maschine viele, teilweise fast zwei Dutzend Ölstellen, so ist dies im Laufe der Jahre auf ein paar wenige bis „gar keine mehr“ geschrumpft. Dennoch, ganz auf Öl zu verzichten könnte fahrlässig sein. Auch wenn ein Hersteller vollmundig versprechen sollte, man muss nichts mehr ölen, weil Alles mittlerweile eine „Dauerschmierung“ habe, so gibt es einen Bereich, wo man es dennoch anwenden sollte. Im Bereich wo Spulenkapsel oder Spulenkorb und Greifer aufeinander liegen oder treffen. Hier wo bei jedem Stich der Faden von der Spule herausgezogen wird. Wo der Faden der Nadel in einer Schlinge herumwirbelt und wieder nach oben entschwindet… entsteht eben durch diese Fäden ABRIEB. Feinster Staub, der sich an alle möglichen und unmöglichen Stellen einnistet. Ergänzt durch feinsten Staub von den Transport-Zähnchen, die den Stoff schieben. Auch von hier kommt es zu Einflüssen. Und so ein langsameres und allmählich zäheres Bewegen der Mechanik hervorbringt. Diesen Bereich zu säubern ist eine Sache, aber hier und da ein Tropfen Öl zu verabreichen wirkt Wunder. Weil nämlich der Staub und Fadenreste mit der Zeit die mechanischen Teile rauer werden lassen und da kommt das Öl in seiner schmierenden , gleitenden Wirkung zur Entfaltung. Wie gesagt, auch wenn der Hersteller in der Anleitung wirbt, daß man kein Öl brauche. Hier merkt man , daß die Praxis zu anderen Ergebnissen kommt. Und das hat Auswirkungen: Nicht nur auf das Nähgeräusch, die Stichbildung, die Laufruhe sondern auch auf die Langlebigkeit des Motors. Was leicht und gut geschmiert läuft lebt länger.
Eine sehr klassische Situation. Kann aber Anfängern wie „alten Hasen“ passieren. Die Antworten sind : Der Oberfaden ist nicht im Fadenanzugshebel drin gewesen. DER WURDE EINFACH ÜBERSEHEN: Der ist in der Regel silber-farben und bewegt sich zum größten Teil gut sichtbar, bei jedem heben und senken der Nadel auf und ab. Im optimalen Zustand der Maschine um eingefädelt zu werden, sieht man bei nahezu allen Maschinen das Ende des Hebels oben an der Maschine herausschauen. Er zieht die Schlinge / den Knoten zu. Der Stich wird erst durch ihn beendet. Ist der Faden nicht drin, gibt es keinen Stich und der Faden von oben legt sich in einer großen Schlinge unter der Stichplatte um den Greifer oder den Spulenkorb. Das blockiert natürlich in zwei, drei Umdrehungen den Greifer derartig, daß es zur Blockade kommen kann. Und weil er buchstäblich nach unten gezogen wird, reißt er auch leicht dünne Stoffe mit sich in die Tiefe… durch das Stichplatten-Loch. Eine weitere Variante in den letzten 20 – 30 Jahren wird bedingt durch die Spulenkapseln oder Spulenkörbe, die von OBEN befüllt werden. Wenn diese eine beschädigte Außenwand haben, in aller Regel durch abgebrochene Nadeln verkratzt, dann kann es gerne passieren , daß ab irgendeinem Moment, sich der Oberfaden anstatt spurlos drumherum zu gleiten, in den Kratzern hängen bleibt. 2-3 mal ist in Sekundenbruchteilen passiert. Dann gilt es die Kapsel/den Korb herauszunehmen und die Stellen mit einem Polierschwamm zu glätten. Wenn dies nicht gelingt, so ist das Beste eine neue Spulenkapsel/Spulenkorb zu kaufen.
Eine Overlock Nähmaschine bzw. eine Overlockmaschine oder auch gerne Overlocker, ist schlechthin DIE ERGÄNZUNG zur Nähmaschine. Es gibt im Bereich des Nähens nichts, was wirklich besser als Gespann passt. Jede für sich ist speziell und kann etwas, das die Andere eben nicht fertig bringt. Keine Nähmaschine der Welt – keine- kann eine Stoffkante so schön und leicht und zart oder eben auch kräftig und dicht verschließen, einsäumen, versäubern ohne daß der Stoff sich wellt oder gar zusammenzieht – wie es eine Overlockmaschine kann. Fast niemand der wirklich mit viel Freude bei der Sache des Nähens zu Hause ist, kann über kurz oder lang auf eine Overlockmaschine verzichten. Ein Overlocker macht eben das Selbstgenähte noch wertiger und schöner und oft dabei auch noch tragbarer oder verwendbarer. Und dann eben das Zusammen-Nähen: Also Verbinden, Kante sauber abschneiden und dann noch versäubern in einem – Bei einer normalen Nähmaschine sind das 3 Arbeitsgänge. Und die macht es in einem !!! Schneller und sauberer/perfekter nähen…. Das ist der Wunsch von sehr vielen Nähbegeisterten. Und der Wunsch kann erfüllt werden. Viele wissen das schon ! Kurz gesagt, es gibt keine sinnvollere Ergänzung – als eine Overlock – aber nur…. Wenn sie gut ist. Davon später.
Wie oft muss eine Overlockmaschine zur Wartung ? Bei einer Overlockmaschine oder auch Kombi-Maschine ( also Overlock-und-Cover-Maschine) ist das ein ganz anderes Thema der Häufigkeit, weil wir es hier nicht nur mit einfachem Fadenabrieb zu tun haben. Bei jedem Stich wird auch Stoff geschnitten. Je volumiger dieser ist, also wie Nicky, Frottee, Samt oder auch Wirkware wie Sweat-Shirt, oder Polar-Fleece, Fleece allgemein…desto mehr feine Fusseln entstehen. Und diese sammeln sich wirklich in jeder Ritze in jeden noch so kleinen Winkel der Maschine. Bis ins letzte Eck. Leider wird das oft nicht bemerkt. Wir haben bei Inspektionen von Overlockmaschinen, nach dem Öffnen und Abnehmen der Gehäuseteile, alle Hohlräume dicht gefüllt mit Flusen-Polstern gesehen. Das kroch dann oft schon in die Motoren der Maschinen. Also hier ist ganz wichtig darauf zu achten, nicht länger wie 1,5 Jahre verstreichen zu lassen. Auch bei mäßigem Gebrauch. Der Abrieb ist bestimmt zwischen 20 und 50mal mehr als bei jeder anderen Art von Nähmaschine. Und das ist sicher nicht übertrieben. Und an dieser Stelle seien noch kurz die Messer angesprochen. Diese werden natürlich im Laufe der Zeit stumpf. Je weniger Naturfaser, desto schneller. Ein guter Fachbetrieb, wie wir es sind, hat eine Wrkstatt, in der man Messer schleifen kann. Das kann man bis zu 3 mal machen bevor man gleich ein Neues kauft. Das gilt natürlich wie immer vor allem für die guten Marken-Maschinen. Leider nicht für Billig-Ware wo die Messer aus minderer Qualität sind oder erst gar nicht geschliffen werden können.
Das hängt natürlich zum einen von der Häufigkeit des Gebrauchs ab und vom absoluten Alter. Wir reden hierbei nicht von gewerblich oder semi-gewerblich genutzten Maschinen. Denn bei diesen ist ein jährlicher Kundendienst Pflicht. In den ersten 10 Jahren würden wir sagen, daß ein 2-3 Jähriger Turnus ausreichend ist, wenn der Gebrauch nicht zu hoch ist. Ein paar Stunden in der Woche zählen wir darunter. Jede Maschine kann im Bereich der Spulenkapsel und der Stichplatte nach dem Herausnehmen der beiden Teile vom Eigentümer selbst ziemlich gut entstaubt , von Fadenresten befreit und geölt werden. Nur kommt man eben nicht in alle Bereiche , wo sich Abrieb , Staub und eventuell mangelnde Schmierung bemerkbar macht. Ist eine Maschine so ab 10-20 Jahre alt ( nur gute Markenmaschinen erreichen so ein Alter-Billig-Marken und Massenware sicher nicht) muss damit gerechnet werden – ähnlich wie beim Menschen- daß die Wartungsintervalle kürzer werden. Hier kann es sein, daß es eben zwischen 1 und 2 Jahren sein kann. Dabei reden wir natürlich über Wartung/Inspektion und nicht über ernste Reparaturen. Diese können übrigens durchaus vermieden oder erheblich vermindert werden, wenn man die Wartung öfter als selten machen lässt.
Je nach Stoff kann sich beim Nähen ein Wellenschlagen einstellen. Das rührt fast immer von einem zu hohen Füßchendruck und einer zu stark eingestellten Fadenspannung her. Wer eine Maschine besitzt, wo man den Füßchendruck reduzieren kann ist klar im Vorteil. Ansonsten bliebe nur das reduzieren der Oberfadenspannung. Der Stoff ist beim Nähen nämlich Stich für Stich ziemlichen Kräften ausgesetzt. Wenn es sich ( im Gegensatz zu Jeans z.B.) dabei um einen weichen, dünnen, dehnbaren Stoff handelt, dann wird der förmlich vom starken Anpressdruck des Füßchens auseinander gezogen. Und das macht auch eine sehr hohe Fadenspannung mit dem Stoff. Direkt hinter dem Füßchen, zieht sich dann der Stoff wieder zusammen… dabei fängt er dann an zu wellen. Anfänger machen manchmal Probenähte in eher empfindlicheren Stoffen, die eben auch noch dehnbar sind. Und nähen nur auf 1 Lage Stoff. Das wellt sich extrem, weil nur 1 Lage überhaupt keinen Halt hat. Das ist natürlich komplett praxisfremd – und kann nur unschöne Ergebnisse erzeugen. Beim Nähen und Probieren sollte man zumindest darauf achten , daß der Stoff zweilagig verarbeitet wird. Und eine stumpfe Nadel, kann gleichfalls ein Zusammenziehen des Stoffes bewirken. Da die stumpfe Spitze sich nicht durch das Gewebe sticht sondern sich eher durch das Gewebe BRICHT. Und zieht dabei einzelne Fäden des Stoffes mit sich. Lieber eine Nadel zu früh gewechselt als zu spät.
Die Frage ist fast so alt, wie die Nähmaschinen selbst. Und es gibt eine Menge Möglichkeiten, warum das passieren kann. Anfängern genauso wie Profis. Möglichkeit Nr.1: Die Nadel ist verkehrt herum eingesetzt. Die flache Seite ist vorne – also in Richtung des Nähenden. Das kann kein Faden, auch nicht mal der stabilste, länger als ein paar Stiche aushalten. Bei Rundkolben-Nadeln – wo es also keine flache Seite gibt, muss die lange Rille der Nadel zur Orientierung zum Nähenden gedreht werden. Möglichkeit Nr. 2: Die Fadenqualität. Entweder er ist schlicht zu alt ( zu lange im eigenen Nähkorb oder von Mutti oder Omas Nähkästchen gelegen), oder er ist von minderer Qualität. Leicht zu erkennen, wenn auf dem Röllchen selbst keine Marke zu lesen ist. Qualitäten von Tchibo, Lidl, Aldi, Rewe, Norma, Wochenmarkt oder Stoffmarkt etc. ist leider kein gutes Zeugnis auszustellen. Und wenn es doch mal schon einen Markennamen gibt, egal aus dem Laden oder dem Internet-Shop… dann achte man auf den Preis. Ein günstiger Faden, wo z.B. 500m nur 80 Cent kostet… mal ganz ehrlich – bitte Hände weg. Möglichkeit Nr. 3: Es sind öfters bei allen möglichen Näharbeiten Nadeln abgebrochen. Dieses Abbrechen kann unter Umständen Stellen an der Maschine verletzt haben, wo der Faden dran vorbei gezogen wird. Er wird an diesen Stellen also ganz einfach durchgeribbelt. Das kann das Stichloch der Stichplatte sein. Dieses bitte prüfen wieviel Einschläge hier zu sehen sind. Falls ja bitte auspolieren. Das gleiche gilt für den Greifer. Hier gilt es zu prüfen ob irgendwo an dessen Spitze sich durch abbrechen der Nadeln ein Grat gebildet hat. Oder(vor allem bei den neuen horizontal liegenden Greifern, sich in der gesamten Greiferbahn rauhe Stellen gebildet haben. Diese fachmännisch auspolieren lassen. Und schließlich , bei den Spulenkapseln oder Spulenkörben den Rand abtasten. Gibt es hier rauhe oder gar gesplitterte Stellen. Falls ja, diese austauschen. Möglichkeit Nr. 4: Dann gibt es natürlich noch die klassischen Bedienfehler, die man durch erneutes ruhiges Einfädeln oft eliminieren kann: Die Oberfadenspannung ist am stärksten Anschlag .Der Faden hat sich klammheimlich eingeklemmt. Er ist nach der Garnrolle irgendwo – wo er nicht sein sollte- verwickelt.
Eine gern gestellte Frage. Vermutlich , weil man einfach die Furcht hat, die zukünftige Maschine sei mit Dingen überladen, die man nicht wollte und bisher auch nicht vermisst hat. Wenn Sie eine gute bedarfsorientierte Beratung hatten, wie z.B. bei uns, dann müssen Sie das nicht wirklich befürchten. Aber dennoch wollen wir gerne darauf hinweisen: Alle guten Markenmaschinen sind so gemacht, daß sie möglichst viele Bedürfnisse gleichzeitig abdecken können. Also verschiedenen Menschen nützen werden. Denn wenn es das nicht gäbe, wäre die Modellauswahl um das bestimmt 10-fache größer, und damit fast noch unübersichtlicher. Die Maschine welche nur Geradeaus, Zick-Zack, Knopfloch und vielleicht einen Stretch-Stich hat ….. die gibt es seit gut 30 Jahren nicht mehr. Weil diese Art von Maschine wirklich nicht mehr zeitgemäß wäre. Die heutigen Maschinen versuchen so gut es geht Allrounder – also Allzweck-Maschinen zu sein. Was bis zu einem gewissen Grade ja auch funktioniert. Und durch diese flexible Art – haben die eben manchmal Eigenschaften, die alle zusammengenommen niemand komplett ausnützt, aber immer so gegen 80% schon. Das bestätigen uns unsere Kunden immer wieder auf Nachfrage. Und da reden wir nicht von der allgemeinen Stichauswahl- das haben wir an anderer Stelle ja schon einmal erklärt.
Als das klassische Nähen entwickelt wurde, gab es kaum verschiedenes Material. Stoffe waren nur gewoben und entweder aus Wolle, Baumwolle, eventuell Flachs. Die Nadel hatte also in der Regel nur wenig Notwendigkeit, sich dem Material anzupassen. Bei Leder hat man mittels einer Ahle Löcher vorgebohrt. Heutzutage gibt es eine fast unüberschaubare Vielfalt an Material. Die Stoffe sind heute nicht nur Gewoben sondern gestrickt, gewirkt und in allen möglichen Materialien und Ausrüstungen vorhanden. Stoffe werden beschichtet, gemixt… Man näht Folie und Leder, Kork-Bahnen und Papier. Micro-Tex, Softshell, Slinky, Neopren, und vieles mehr…. Dadurch muss der Nadeln geholfen werden, ihren Weg durch das Material zu machen. Wenn man nicht von seiner Arbeit enttäuscht oder frustriert werden will, weil ständig Nadeln abbrechen oder es Stiche auslässt. Es gibt daher Nadeln die nicht nur dick und dünn sind. Sondern Nadeln , die eine scharfe geschliffene Spitze haben - für Leder oder Folie. In Klingenform wie ein Messer, oder in Dreiecks-Form. Die eine abgerundete Spitze – ja fast eine Kugelspitze- haben, für alles was gestrickt oder gewirkt wird. Die Nadeln sind an verschiedenen Stellen eingeschliffen und tailliert. Haben ein längeres Öhr, sind mit Chrom , Titan oder Gold beschichtet um die Gleiteigenschaften zu erhöhen. Oder aber auch um die Gebrauchszeit zu erhöhen. Es gibt nicht nur Nähnadeln , es gibt daher ja auch ausgewiesene Stick-Nadeln. Quilt-Nadeln.
Die Nadeleinfädler werden im Werk auf ihre Funktion getestet. Von jedem der hochwertigen Markenhersteller wie BERNINA, JUKI, PFAFF, brother, ELNA, Janome, Husqvarna… Allerdings muss darauf hingewiesen werden, daß die Funktion zum einen mit der Größe des Nadelöhrs zusammenhängt. Bei Nadeln der Stärke 70, oder 65 oder 60 geht der feine Haken des Einfädlers zusammen mit der Fadenschlinge nicht mehr durchs Öhr. Es ist schlicht nicht genügend Platz vorhanden. Versucht man es dennoch immer wieder, kann das zum Verbiegen des Häkchens führen. Dann geht er leider bei keiner Nadel mehr. Zum anderen, wird die Position zum Einfädeln bei den moderneren Maschine , die über eine Nadel-Hoch-Stellung verfügen exakt eingestellt. Dreht man aber am Handrad um diese Stellung zu erreichen, wird man es mit Sicherheit nicht so exakt schaffen. Und zum anschließenden, möchten wir Verständnis dafür wecken, den Einfädler leicht und ohne Kraft und langsam zu betätigen. Dadurch kann man schon im Ansatz erkennen, ob der Haken durch die Nadel geht oder nicht und verhindert in aller Regel ein Verbiegen, wenn man dann davon ablässt. Nun sieht man nach welche Stärke die Nadel hat. War sie zu dünn, ist der Fall ja klar. Und zum guten Schluß kann es natürlich nach Jahren des Verwendens sein, daß der Haken verschlissen ist. Bei einigen Modellen kann den sogar selbst auswechseln. Viele Haken haben wir im Shop oder können bei uns bestellt werden.
Wenn man es wirklich nur auf das Bedienen herunterbrechen würde, dann wären es die sogenannten „Kleinen“ elektronisch gesteuerten Maschinen. Also wie z.B. die ELNA eXperience 530, die PFAFF smarter 260c, die BERNINA bernette 37, die brother Innov-is 10A oder die Juki HZL-H70. Allesamt Maschinen die eines vereint: Sie alle haben eine Nadel-Hoch-Tief Stellung und ein Vernähen der Stiche. Gerade für Anfänger einfach sehr vorteilhafte Grundeigenschaften, die das Nähen mehr Spaß machen lassen. Wenn eine Maschine natürlich noch zusätzliche Eigenschaften aufweisen kann, die je nach Anforderungen benötigt oder gesucht werden, dann hat diese natürlich auch mehr Bedienungselemente. Die in der Art der Bedienung zwar auch nicht komplizierter sind – aber eben mehr in der Optik auftreten. Und so den Eindruck vermitteln, sie sind komplizierter. Das muss aber jeder für sich entscheiden.
Bei den vielen verschiedenen Herstellern gibt es ein paar kleine Abweichungen im Faden-Weg bis zur Nadel. Aber allen ist eines gemeinsam, von der Garnrolle angefangen, legt der Faden IN JEDER Maschine einen Weg zurück, der sehr oft durch eine Vorspannung führt und dann in die Hauptspannung von dort immer abwärts und wieder nach oben in den sich ständig auf und ab bewegenden Fadenanzugshebel, und dann wieder nach unten führend bis zur Nadel und durchs Öhr hindurch zu gehen. Wir empfehlen dringend vor dem Beginn des Einfädelns, das Nähfüßchen nach oben zu liften und bis man fertig ist, es auch in dieser Position zu belassen. Dann beim Einfädeln, den Faden wenn möglich in zwei Hände zu nehmen. Die rechte Hand bleibt vor der Garnrolle und hält dabei den Faden leicht fest. Die linke Hand führt den Faden dann unter leicht festem Zug durch alle vorgesehenen Öffnungen. Wie in der individuellen Anleitung zu sehen ist. Wenn notwendig hält man den Faden auch etwas viel straffer und zieht ihn in Richtung zu sich her. So gewährleistet man, daß er in die vorgesehene Vorspannung – diese ist bei fast allen Maschinen auf dem Deckel auf der linken Seite angebracht,- hineingleitet. Im direkten Anschluss wird der Faden sich auch zuverlässig in die Scheiben der Oberfadenspannung einsenken. Diese sitzen ja bei älteren Modellen vorne links Auf der Maschine – bei neueren Modellen tief eingebaut hinter einem Schlitz im Gehäuse. Um zu testen, ob der Faden sich in der Oberfadenspannung befindet, senkt man das Füßchen und zieht am Faden. Geht er jetzt schwerer als im Moment des normalen Einfädelns, weiß man, daß er sich zwischen den Spannungsscheiben befindet. Dazu muss die Spannung aber bitte auf einen mittleren Wert stehen. Geht die Spannung von 0-9 ( meistens !) dann auf 4,5. Geht die Spannung nur von 0-6 (selten) dann natürlich auf 3.
In dieser immer wieder geäußerten Frage, schwingt ein ziemliches Vorurteil mit. Gerne wird auch das Auto als Vergleich herangezogen – wo früher alles einfacher war – und heute nur noch eine hochspezialisierte Werkstatt etwas reparieren kann. Das Vorurteil können wir aber gänzlich entkräften. Und sagen schon jetzt gerne: „NEIN !“ Schaut man sich nämlich mal leistungsfähige Nähmaschinen von den 70-ern an, wird man staunen , wieviel kleine Teilchen, Rädchen, Wellen, Scheiben, Schablonen, Walzen, Hebel, Gelenke sich in einer guten Marken-Nähmaschine befunden haben. Also im Grunde weit mehr drin als heute. Und da gab es immer wieder Reparaturen zu meistern. Wo heute ein oder zwei kleine Elektro-Motoren die Bewegungen der Nadel übernehmen – mussten das davor eine Vielzahl von kleinen Teilchen übernehmen. Und weitaus weniger flexibel !! Tatsächlich sind in unserer eigenen Werkstatt weit, weit weniger Reparaturen wegen elektronischer Probleme, als vielmehr die mechanischen Aussetzer. Elektronisch gesteuerte Maschinen gibt es ja bereits seit den 80-ern. Und davon laufen die allermeisten nach wie vor. Zumindest soweit uns bekannt.
Wenn der Faden durch einen der beiden Luftkanäle nicht mehr transportiert wird, dann liegt es daran, daß die Kanäle allmählich verstopft sind. Die Overlockfäden haben durch ihre leichtere Qualität eher die Angewohnheit einen stärkeren Abrieb zu erzeugen. Dieser legt sich ganz sachte aber bestimmt an den Innenseiten der Metall-Kanäle an. Mehr und mehr, bis zum Punkt wo nichts mehr geht. In DER Situation hilft ein metallener Einfädeldraht mit einer Schlinge am Ende. Durch diese Schlinge wird ein dickerer Wollfaden genommen und mittels des Drahtes durchgezogen. Gelingt das, nimmt man den Wollfaden und zieht ihn sehr gründlich hin und her – poliert und löst damit die Flusen und Fussel-Abriebe im Kanal. Man sollte dies immer wieder machen. Alle paar Wochen ist sicher nicht zu viel. Kommt allerdings der metallene Draht nicht durch die Kanäle, raten wir zur Werkstatt Ihres Vertrauens um das zu beheben. Gerne auch zu uns. Denn es kann schon sein, daß dann einer der Kanäle ausgebaut werden muss. Das sollte man besser nicht selbst machen.
Keine ! Kurz und bündig. Aber warum ist das so ? Natürlich wäre eine solche Maschine wirklich traumhaft. Aber dazu muss man sich beide Arten von Maschinen einmal aus der Näh betrachten. Genau an der Stelle, wo eine Nähmaschine die Spule für den Unterfaden hat. Also die Spulenkapsel oder den Spulenkorb im sogenannten Greifer, hat eine Overlockmaschine einfach die komplette Mechanik, welche die Stoffe abschneidet, bevor diese in einem Arbeitsgang zusammengenäht und versäubert werden. Das ALLES in einem einzigen kleinen Raum unterzubringen. Und zwar wirklich so, daß es auch einwandfrei bei allen möglichen Stoffen und auch bei mehreren Stofflagen funktioniert. Das ist bislang noch keinem Hersteller gelungen und wird es auch nicht. Es gibt sogenannte Nähschneider, welche auf der Stichplatte montiert werden können. Aber hier muss man ganz ehrlich sagen, die funtionieren nur bei geraden Bahnen und maximal zwei Lagen dünnstem Baumwollstoff. Diese Geldausgabe kann man sich getrost sparen. Da gibt es sinnvolleres Spezialzubehör. Nein…. Wer immer mehr Freude am Nähen hat, wird, wenn es einmal um sauberste Kanten, um perfekte Optik, um haltbare Nähte geht…. Um eine Overlock ergänzend zur Nähmaschine nicht herumkommen.
Nur eine reine Geradstichmaschine ist dazu in der Lage. Weil die Spule/Spulenkapsel und der Greifer von links eingesetzt werden. Bzw. nach links blickend verbaut sind. Und die Nadelstange fest und starr im Gehäuse geführt wird. Und sich nicht um einen 1000stel Milimeter bewegen lässt. Normale Nähmaschinen mit vielen Sticharten, Knopfloch und event. Sticken, haben eine bewegliche Nadelstange. Die von links nach rechts wandert und wieder zurück. Und die Spule sitzt vorn. Dem Nähenden direkt zugewandt. Beides zusammen erzeugt leider eine gewisse Toleranz beim einstechen der Nadel. Je nachdem welchen Stoff man näht kann es passieren, daß die Nadel beim Einstechen einem Faden ausweicht. Das erzeugt dieses leichte schräg versetzte Nähen. Wenn Sie einen Stoff fadengerade verarbeiten wird dies besonders deutlich sein. Wenn Sie ihn schräg zum Fadenlauf nähen ist es viel weniger zu sehen. Auch je feiner der Stoff, desto weniger versetzt wird die Naht ausfallen. Aber es gibt keine Möglichkeit, das auf Null hinzubekommen. Aber je besser die Maschine gebaut ist, desto zuverlässiger ist der Stich auf jeden Fall.
Das kann, leider, viele Ursachen haben. Die mit am Häufigsten , wir sagen mal 80% aller Fälle sind aber folgende: 1.Billige Nadeln. Hier vermeide man bitte den klassischen Fehlkauf. Gute Nadeln sollten von SCHMETZ oder ORGAN sein. Das ist unsere Erfahrung. Billige andere Hersteller, in Supermärkten, billigen Internet-Shops oder Wochenmärkten, z.B. Fabrikat Butterfly, haben in sich verdrehte Nadeln. Mit minderwertig geschliffenem Nadelöhr. 2.Billiger Faden: Nicht nur daß er schneller reißt, er macht auch „Dummheiten“ beim Nähen. Er verdreht sich stark, ist ungleich dünn oder dick. Besteht aus Fadenabfällen. 3.Falsch herum eingesetzte Nadeln: Kann man zwar bei den neueren Modellen fast nicht mehr hinbekommen, aber mit billigen Nadeln oder falschen Nadelgrößen – bekommt man das immer noch hin. Und schon macht die Maschine keinen richtigen Stich mehr. 4.Falsche Nadeln: Diesmal hat man also die Organ- oder Schmetz-Nadel drin… und dennoch … Dann hat man schlicht nicht die richtige Nadel auf die Stoffart abgestimmt. Maschenware und Wirkware, also klassisch Jersey, Bündchen, Strickstoffe, Sweatshirt benötigt die Nadeln, mit der „Runden“ Spitze. Das wären wieder hier genannt: Jersey-Nadeln, Stretch-Nadeln, Super-Stretch-Nadeln, wenn es ältere Nadelsysteme sind, dann die mit dem Kürzel SUK dran. Das ist dann die Ausgabe mit der „runden“ Spitze. Alle diese Nadeln verdrängen beim Nähen den Maschenfaden, anstatt ihn – wie bei einer sehr feinen Spitze einfach normal - aufzuspießen. Dadurch kommt der Stich viel zuverlässiger zustande. 5. Der Stoff oder das Material war entweder zu dick/zu viele Lagen, manche Maschinen schaffen leider nicht einmal 6 Lagen Jeans oder es war zu dicht (Leder-Folie-Neopren) (Nicht in der Reihenfolge der Häufigkeit!!) Dann gibt es die nicht so angenehme Tatsache, daß die Maschine verstellt ist. Der Greifer schafft es einfach nicht, pünktlich bei der Nadel zu sein. Entweder zu früh oder zu spät oder zu weit weg. Wie auch immer – das muss man dann in einer Fachwerkstatt wieder einstellen lassen.